Gustav Mahler: Symphony No. 9

Jukka-Pekka Sarasate - Gustav Mahler: Symphony No. 9

Komponist: 
Gustav Mahler
Interpret: 
Jukka-Pekka Sarasate
Ensemble: 
WDR Sinfonieorchester Köln
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Mahlers Neunte

Nach der 1. und der 4. Symphonie von Gustav Mahler gibt es im Tonspion jetzt ein umfangreiches Hörbeispiel aus der letzten vollendeten Symphonie des Komponisten, seiner Neunten, zu erleben. Gewiss keine leichte Kost, aber das richtige musikalische Abenteuer im Mahler-Jahr 2011.

Gustav Mahler (1860-1911) komponierte seine Symphonie Nr. 9 in den Jahren 1909 und 1910. Nach seiner Achten (1907) hatte sich der Komponist zunächst dem Orchesterliedzyklus "Das Lied von der Erde", eigentlich einer verkappten Symphonie, zugewandt, um dem Aberglauben ein Schnippchen zu schlagen, nachdem es keinem Komponisten von Rang vergönnt sei, die Nr. 10 zu erreichen (immerhin sind Beethoven, nach alter Zählweise Schubert, Bruckner, Dvořák und – letztlich – auch Mahler selbst tatsächlich bei neun stehen geblieben).

An der "Rondo-Burleske", dem dritten Satz von Mahlers Neunter, der in kompletter Form unser Hörbeispiel bildet, scheiden sich heute noch die Geister. In den irren Wendungen und krassen Dissonanzen dieses Musikstücks hat man zweifellos Mahlers „modernsten“ Symphoniesatz überhaupt vor sich – für die einen das Werk eines Visonärs, während andere Geschmäcker hierin den Beginn des Abwegs in der Musik des 20. Jahrhunderts ausmachen. Anhand dieses Satzes hat man im Tonspion nun zu ersten Mal die Möglichkeit, ein- und dasselbe Stück in zwei verschiedenen Interpretationen zu vergleichen. Wer nach Sir Roger Norrington sucht, der findet die "Rondo-Burleske" auch unter diesem Dirigenten. Es lohnt sich, denn die Unterschiede sind gewaltig.

Der finnische Dirigent Jukka-Pekka Sarasate (*1956) leitet seit Beginn der Saison 2010/2011 das WDR Sinfonieorchester Köln, dem er bereits während der letzten zehn Jahre als Gastdirigent eng verbunden war. Seine von Ernst und Klarheit geprägte Interpretation ist bestens geeignet, einen durch das manchmal undurchdringlich erscheinende „Chaos“ dieses Satzes zu führen.

1 CD, ca. 80 Minuten

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