Repetition & texture

Kaltesglas - Repetition & texture

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Break Beat & Dark Ambient
Gebrochene Beats, schwebende Bässe und industrielle Klangfragmente lassen ein spannendes Kopfkino beginnen. Zwischen Highspeed und abstrakter Ruhe experimentiert Kevin Pott und lässt Kaltes Glas auf einer Spur zurück.

Chris Cunningham, der düstere Perfektionist unter den Musikvideoregisseuren mit Arbeiten für Aphex Twin und Björk, hätte bestimmt den Kopf voll von Bildsequenzen mit denen er einen Track des aus Philadelphia stammenden Kevin Pott aka Kaltesglas visuell umsetzen könnte. Der Rhythmus ist das prägnanteste Element, wird unnachgiebig gebrochen und verdrängt fast die Bässe und düsteren Soundschleifen, wobei er aber gerade durch diese Begleiter eine Atmosphäre erzeugen kann, welche das Argument „Elektronische Musik sei kalt“ kaum treffender belegen könnte. Drum´n Bass wird mit Kaltesglas nicht neu definiert, dafür aber um ein weiteres Level bereichert. Denn trotz der dunklen Fabrikhallen, die einem in den Sinn kommen, wirken die Tracks auf dem Debütalbum „Repetition & Texture“ nicht unangenehm unterkühlend. Stattdessen lässt sich in der unruhigen Dynamik eine Spur Dark Ambient erahnen, was dem ganzen etwas Organisches verleiht. Ein unheimliches, aber auch faszinierendes Spektakel, dem man sich mindestens einmal in den Weg stellen sollte. „Repetition & texture“ wurde auf dem sich gerade aufbauenden Pariser Label M-Tronic veröffentlicht und das gönnt allen Interessenten noch zwei weitere Free-Downloads. (jw)
Download & Stream: 

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