Robots Après Tout

Katerine - Robots Après Tout

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
French Gesamtkunstwerk

Philippe Katerine ist ein Star in seiner Heimat Frankreich. Er hat den Begriff des Nouvelle Chanson quasi mitgeprägt. Persönliche, aber stets auch selbstironische Songs zeichnen ihn aus. Sein siebtes Album erscheint endlich auch hierzulande.

Die Biografie des End-Dreißigers geht dabei immens in die Breite. Denn Philippe Katerine ist nicht nur musikalischer Romantiker, sondern ebenfalls Schauspieler und Regisseur. Früher zog er als Filmvorführer durch die französische Provinz, war zeitweise auch Basketball-Spieler. 1999 gelang ihm der musikalische Durchbruch. Seitdem ist seine schüchterne und zugleich exzentrische Art in Frankreich kaum mehr wegzudenken. Sein siebtes Album „Robots Après Tout“ ("Robots After All") erschien in seiner Heimat bereits im Herbst 2005. In Deutschland kümmert sich das Berliner Label Bungalow Records um den Release im November 2006. „Robots après tout“ ist eine Zäsur in der Diskografie von Katerine. Waren seine Songs bislang eher Songwriter- oder Rock-orientiert, setzt er dieses Mal komplett auf elektronische Pop-Musik. Doch nicht für den schnöden Dancefloor. Das Album folgt einem Konzept – der Kampf gegen die Maschinen. Neben lupenreinen Elektro-Pop-Hits wie „Louxor J Adore“ öffnet es ein weites Spektrum, wirkt zuweilen etwas düster und unterkühlt, an anderen Stellen betont kitschig und plastisch. Katerine holte sich für die Prodution Gonzales sowie den Feist-Producer Renaud Letang ins Studio. „Die Menschlichkeit soll die Oberhand behalten“, fordert Philippe Katerine. Das gelingt ihm durch seine direkte Art sowie seinem unnachahmlichen Charme. Zum Album wurde auch ein Tanztheaterstück konzipiert, das im Frühjahr 2007 auch in Berlin aufgeführt werden soll. Katerine, das Gesamtkunstwerk. (jw)

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