One Of The Boys

Katy Perry - One Of The Boys

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Die Puppe tanzen lassen

Auch die Popkultur hat ihre Grenzen: die zum billigem Trash wird von Katy Perry gerne mal ignoriert. Auch ihr neuer Remix-Kompagnon Calvin Harris ist in dieser Hinsicht bekanntlich selbst ein Grenzgänger, der sich für nichts zu schade ist.

Im Pop ist alles erlaubt. Auch der überproduzierte Reißbrett-Pop der Katy Perry hat natürlich seine Berechtigung, weil im Pop eben meistens nur das zählt, was erfolgreich ist. Es interessiert ja auch keinen, wenn man sich als Geschmack-Apostel aufspielt und in guten und bösen, in schlauen und dummen Pop unterteilt.

Aber verwunderte Skepsis ist schon angebracht, was beim kauffreudigen Hörer da draußen derzeit auf Zustimmung trifft: ist Katy Perry die schlechtere Lady Gaga oder umgekehrt? In jedem Fall ist Katy Perry ebenso erfolgreich mit einer relativ schlichten Verkaufsmasche: Ein bisschen Provokation, recht viel spießigen Sex-Appeal und ansonsten viel Inszenierung und das richtige Setup im Sinne eines funktionierenden Business-Modells im Hintergrund. Je öfter gehört, desto besser findet man es, so einfach scheint es. Die Persönlichkeit verschwindet hier komplett hinter der durch und durch gestylten Kunstfigur.

Noch einfacher ist es aber, das alles nur arrogant zu verurteilen, denn man muss akzeptieren, dass die erfolgreiche Charts-Performance anno 2009 genau so klingt wie ein Neuentwurf der ausgebrannten Britney Spears oder nach den frechen, aber zahmen Enkelinnen von Madonna.

Daran wird auch Calvin Harris nichts ändern, der stilistisch gar nicht so weit weg von den genannten Ladys wildert - allerdings referenzieller, scheinbar unabhängiger und cleverer. Sein Remix von "Waking Up In Vegas" macht aus dem glatt gebügelten Original einen okayen Dancfloor-Hit. Und eines hat das Team um Ms. Perry natürlich auch erkannt: es erleichtert die Reise durch die Popwelt, wenn man dabei auf die richtigen Leute setzt.

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
Kein Spam, versprochen! Du kannst dich in jedem Newsletter wieder abmelden.
* Pflichtfeld

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz. Folge uns auf Facebook:

▶ Du möchtest einen Beitrag bei Tonspion veröffentlichen? Schicke uns deine Idee!

Ähnliche Künstler

Ähnliche News

Forbes: Die 10 Top-Verdiener der DJ-Szene

Forbes: Die 10 Top-Verdiener der DJ-Szene

Über 63 Millionen Dollar Jahresumsatz für Calvin Harris
Die EDM-Szene kassiert weiterhin kräftig ab. Das dokumentiert die Forbes-Liste der bestbezahlten DJs 2016 eindrucksvoll. Angeführt wird die Liste von Calvin Harris, der im vergangenen Jahr satte 63 Millionen Dollar mit seinen hoffnungslos überteuerten Auftritten verdiente - und damit mehr als HipHop-Großverdiener Jay-Z.
Madonna covert Prince und erntet Spott

Madonna covert Prince und erntet Spott

Auch Stevie Wonder kann Auftritt nicht retten
Madonna ehrte am Wochenende bei den Billboard Music Awards den kürzlich verstorbenen Prince mit Coverversionen von zwei seiner berühmtesten Songs. Und erntet Hohn und Spott.
Madonna - Like a Prayer

Die 10 besten Alben von Madonna

Von "Like A Virgin" bis "Hard Candy"
Madonna hat in 32 Jahren Unzähliges releast: Alben, Singles, Videos, Best Ofs, Remix-EPs, Live-Mitschnitte, Soundtracks. Höchste Zeit für eine Retrospektive: Die zehn besten Alben der Queen of Pop im Ranking - mindestens ebenso kontrovers wie Madonnas Karriere.
Calvin Harris ist der Großverdiener unter den DJs

Calvin Harris ist der Großverdiener unter den DJs

Forbes veröffentlich Liste der bestbezahltesten EDM-Macher
Es ist kein Geheimnis, dass elektronische Tanzmusik in den letzten Jahren im Mainstream angekommen ist. Einige wenige verdienen damit sogar ein Vermögen, wie die Forbes-Liste der bestbezahlten DJs nun zeigt.

Empfehlungen