Spirit If...

Kevin Drew - Spirit If...

Label: 
Redaktionswertung: 
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Kollektiv im Blut
Vielleicht sind es bewusstseinserweiternde Substanzen, die stets seine Muse küssen, vielleicht ist es aber auch ein innerer Kreativdruck, der sich permanent Luft verschaffen muss. Egal was in Kevin Drews Adern fließt, am Ende klingt es gut.

Obwohl Broken Social Scene derzeit auf unbestimmte Zeit pausiert, knallt Oberhaupt Drew ein 14-Tracks starkes Soloalbum auf den Tisch. Stark stimmt in diesem Fall, weil es vor Energie und Einfallsreichtum strotzt und zu keiner Zeit nach skizzenhafter Ideenlosigkeit klingt. „Spirit If...“ ist kein Pausenclown, sondern eigenständig - wenn auch BSS-gewohnt atmosphärisch, flüssig, pompös, lo-fi, heimelig, melodiös und dynamisch. Hierbei von einem Soloalbum zu reden, stimmt deshalb auch nur bedingt, weil natürlich wieder die Kommune helfend zur Seite stand. Kanada denkt und spielt eben immer nur im Kollektiv – und genau dies liegt Drew im Blut. Hinter diesem Quasi-Soloalbum steckt aber noch weitaus mehr: das Kollektiv um Kevin Drew setzt hiermit den Startschuss für eine Reihe ganz ähnlich gearteter Alben, die unter dem Namen "Broken Social Scene Presents" erscheinen werden. Denn weitere Bandmitglieder, wie z.B. Brandon Canning, der bereits an den Songs für seinen Beitrag bastelt, werden mit entsprechenden Werken und Quasi-Soloalben folgen. Im Herbst wird Kevin Drew seinen Beitrag zur Reihe auch live präsentieren. Neben den Broken Social Scene-Kollegen Brendan Canning und Justin Peroff wird er dabei auch vom American Analog Set-Sänger Andrew Kenny begleitet und tatkräftig unterstützt. Bis dahin darf man sich mit diesem hier so schön klingenden, kanadischen Kollektivstartschuss schon mal vorfreuen. Fortsetzung folgt. (bb) P.S: Sehr sehenswert auch: das verlinkte Video zur ersten Single.
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