Kevin Morby

Kevin Morby (Pressebild)

Mit musikalischen Einflüssen, wie Lou Reed, Leonard Cohen oder Neil Young aufgewachsen, zählt Kevin Morby spätestens seit seinem dritten Solo-Album "Singing Saw" als hochgeschätzter und vielseitiger Musiker mit Einflüssen aus Country und Soul.

Mit 18 zog Kevin Morby von Kansas nach New York, in den Folgejahren nahm er ein halbes Dutzend Alben mit den Bands Woods und The Babies auf. Die Geschwindigkeit in denen Kevin Morby Musik schaffte, war beeindruckend. Das änderte sich auch nicht, als er 2013 begann solo zu arbeiten. Vor allem sein letztes Album "Singing Saw" erhielt großartige Kritiken, vor allem auch, weil Morby nicht davor zurückschreckte die ganz großen Themen, wie Rassismus und Polizeigewalt anzusprechen.

Mit "City Music" erschien jetzt SOloalbum Nummer vier, eine Liebeserklärung an all die Städte, die ihn über die Jahre begleiteten und im Gedächtnis blieben.

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Aktuelles Album

Kevin Morby City Music

Kevin Morby - City Music

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Die Fallhöhe für Kevin Morby nach dem fantastischen Album "Singing Saw" war enorm. Er selbst bezeichnete kürzlich "City Music" als etwas bessere Resteverwertung. Die Songs darauf werden dieser Beschreibung aber keinesfalls gerecht - und das zeugt von der besonderen Qualität des Songwriters.

Das Leben eines Vollzeitmusikers gleicht in manchen Tagen schon eher dem eines Nomaden: Pro Tag in einer Stadt Zuhause, man wandert von Hotelzimmer zu Hotelzimmer, draußen tobt das Leben, man selbst hockt in seinem Zimmer und starrt an die Decke. Dieser Zwiespalt aus pulsierendem Großstadt-Vibe und innerlicher Einsamkeit ist das Grundthema von "City Music", dem neuen, vierten Soloalbum von Kevin Morby.

In einem Aufnahmestudio in Kalifornien stieß er im Vorfeld auf eine alte Pump-Orgel aus dem 18. Jahrhundert - es wurde zum roten Faden der neuen Platte. Weniger Country- und Soul-Einflüsse rührt der experimentelle Ansatz eher vom Sound des für Morby neuen Instruments her.

Was am Ende dabei herauskommt ist eine Aneinanderreihung von Reminiszenzen: "1234" klingt, wie die Ramones, "Pearly Gates" hätte so auch von Leonard Cohen sein können, bei "Dry Your Eyes" kommt man gar nicht darum herum, beim hören nicht an Lou Reed zu denken und auf "Aboard My Train" grüßt fröhlich Harry Nillson.

Morby selbst bezeichnete "CIty Musik" kürzlich als "etwas bessere Resterampe". Was bei anderen Musikern Schreckenszenarien angesichts der Bedeutungslosigkeit des Outputs aufkommen ließe, stimmt bei Kevin Morby fast sogar ein bisschen versöhnlich. Zwar weniger eindringlich und versiert zeigt sich Morby auf "City Music" aber für ein "Album zwischen zwei richtigen Alben" ist das dennoch gutes Handwerk.

"City Music" erscheint am 16. Juni 20117 via Dead Oceans.

Verlosung

Wir verlosen zwei Exemplare von "City Music" auf Vinyl. Um zu gewinnen schickt uns einfach eine Mail mit dem Betreff  "Städteliebe", eurer Anschrift und sagt uns, mit welcher Stadt ihr persönlich am meisten verbindet und warum. Wir benachrichtigen die Gewinner per Mail und wünschen viel Glück.

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