Life as a Dog

K.Flay - Life as a Dog

Redaktionswertung: 
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schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Selbst ist die Frau

Kristine Meredith Flaherty's, (kurz: K.Flay.) Debütalbum  "Life as a Dog" ist ein interessanter Independent-Mischmasch aus Hip-Hop, Electronica und Rap, über dem in überdimensionalen Großlettern POP steht.

Einmal Major-Label und zurück. Dann doch lieber via Crowdfunding die erste Platte selbst finanzieren und damit kurzerhand auf Platz 14 der Hip-Hop Charts einsteigen. So in etwa die Geschichte von K.Flay, deren einstiges Label RCA Records dann doch nicht bereit war, ihr nach zwei EP's ein erfolgreiches Album zuzutrauen. Der Vertrag wurde aufgelöst und jetzt schauen die Labelmenschen in die Röhre.

"Life As A Dog" erschien in den USA bereits letztes Jahr und enterte die TOP 20 der Hip-Hop Charts. Das Album einmal gehört, stößt es aber gehörig auf, diese Musik überhaupt in irgendein Korsett zwängen zu wollen. Musikjournalist Martin Böttcher hat es in seiner Kurzbesprechung auf den Punkt gebracht:

"Ein Hip-Hop-Album für Menschen, die eigentlich keinen Hip-Hop hören. Die Indie-Platte für Indie-Hasser. Elektronisches für Nichtelektroniker. Vor allem aber: gut."

Wenn man überhaupt versuchen will den Stil von K.Flay irgendwo einzuordnen, dann ist es bestenfalls Pop. Denn ihre unverschämt eingängigen Songs bleiben hängen. "Fever", "Can't Sleep" oder auch "Make Me Fade" sind Bounce-, Tanz- und Mitsinghymnen in einem, zumindest wenn es um den Refrain geht. Die Strophen prügelt die Amerikanern in teilweise atemberaubender Geschwindigkeit durch den Song, dass einem dabei schon schwindelig werden kann.

Auf eine seltsame Art und Weise hat man das Gefühl, dass in dem Indie-Pop-Hip-Hop-Rap-Gemisch von K.Flay noch viel mehr Energie steckt, als sie auf "Life As A Dog" hat kanalisieren können. Und dennoch haben wir es hier mit einem außerordentlich starkem Debüt und der Aussicht zu tun, dass sie hoffentlich recht bald nachlegen wird.

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