Kid Cudi - Passion, Pain & Demon Slayin

Kid Cudi - Passion, Pain & Demon Slayin'

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In vier Akten gegen die Dämonen

Kid Cudi hat seinen Kampf gegen die Depressionen hoffentlich gewonnen. Auf seinem neuen Album nimmt er uns mit auf den düsteren Weg - bis hin zum Silberstreif am Horizont.

Spätestens seit 2008, als sein Song "Day N Nite" sämtliche Clubs der Welt dominierte, gehört Kid Cudi zu den gefragtesten Männern der urbanen Musik. Kürzlich wurde er sogar von Kanye West als einflussreichster Künstler der letzten 10 Jahre betitelt und wenn Kanye sich diese Bezeichnung nicht selber verleiht, mag das schon etwas heißen.

Nun veröffentlicht Kid Cudi sein sechstes Studioalbum, nachdem es eigentlich schon Ende September 2016 hätte erscheinen sollen. Als kleine Entschädigung für die Verzögerung von "Passion, Pain & Demon Slayin'" stellte er seinen Fans für 48 Stunden die neuen Songs "Frequency" und "Surfin (feat. Pharrell Williams)" zur Verfügung und man bekam einen Vorgeschmack, wohin die Reise diesmal beim unberechenbaren Kid Cudi geht.

Kid Cudi - Frequency

Auf "Speedin' Bullet To Heaven" spielte der 32-Jährige noch mit grungigen Gitarrenriffs und rockigen Sounds, nun widmet sich das schauspielernde und produzierende Multitalent wieder seinem ursprünglichen Stil mit tiefen Bässen und verspielten, aber düsteren Arrangements. Dass er während der letzten Jahre gegen Depressionen und Selbstmordgedanken zu kämpfen hatte, wäre anhand der liebevoll ausgearbeiteten Instrumentals nicht zu erkennen. Gelähmt war er in seiner Kreativität offenbar nicht.

In seine Musik packt Kid Cudi jedoch stets eine Prise Dunkelheit und eine Suppenkelle Melancholie, sodass Tracks wie "Dance 4 Eternity" oder "Swim In The Light" eben keine Feel-Good-Songs für den Club sind. Für das Nachtleben ist "Passion, Pain & Demon Slayin'" allerdings durchaus prädestiniert, denn wenn draußen der Mond am Himmel steht, wirkt das moderate Tempo der Platte umso hypnotisierender. Dann sollte man mit Cudi aber nicht auf die Tanzfläche, sondern eher auf den Balkon gehen, sich in eine Wolldecke einmummeln und sich seinen Gedanken hingeben.

Zumindest zu den ersten 15 Songs. Denn Kid Cudi hat "Passion, Pain & Demon Slayin'" stilistisch in vier Akte unterteilt. Während die ersten drei Akte (Act 1: Tuned, Act 2: Prophecy, Act 3: Niveaux de l'Amour) in ihrer wabernd-schweren Atmosphäre schwer voneinander zu trennen sind, zieht der vierte Akt "Act 4: It's bright and heaven is warm" ab "Cosmic Warrior" das Tempo an, bis der letzte Track "Surfin" schließlich die gedrückte Stimmung vollends auflöst.

Kid Cudi - Surfin' (feat. Pharrell Williams)

Wollen wir hoffen, dass der Titel des letzten Akts und der Albumabschluss "Surfin" auch ein Hinweis auf Kid Cudis Gefühlswelt sind und er auf "Passion, Pain & Demon Slayin'" seine Dämonen besiegen konnte. Denn auch wenn dabei grandiose Songs wie "Does It", "Rose Golden (feat. Willow)" und "By Design (feat. Andre Benjamin aka Andre3000)" herausspringen, ist die Gesundheit doch wichtiger.

Tracklist:

Act 1: Tuned
1. Frequency
2. Swim In The Light
3. Releaser
4. By Design (feat. Andre Benjamin)
5. All In

Act 2: Prophecy
6. ILLusions
7. Rose Golden (feat. Willow)
8. Baptized In Fire (feat. Travis Scott)
9. Flight At First Sight/Advanced (feat. Pharrell Williams)
10. Does It

Act 3: Niveaux de l'Amour
11. Dance 4 Eternity
12. Distant Fantasies
13. Wounds
14. Mature Nature
15. Kitchen

Act 4: It's bright and heaven is warm
16. Cosmic Warrior
17. The Guide (feat. Andre Benjamin)
18. The Commander
19. Surfin' (feat. Pharrell Williams)

"Passion, Pain & Demon Slayin'" von Kid Cudi erschien am 16. Dezember 2016 via Universal Music.

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