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Vows

Kimbra - Vows

Redaktionswertung: 
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Spielerische Präsenz

Kimbra? Ist das nicht die weibliche Stimme aus „Somebody That I Used To Know“ von Gotye? Kimbra ist aber auch eine gerade einmal 22-Jährige mit einer bemerkenswerten Stimme. Mit „Vows“ veröffentlicht sie nun ihr Debüt, eine schillernde, verspielte Pop-Revue.

Auf Fotos inszeniert sich Kimbra wie eine Mischung aus Lady Gaga, Katy Perry und Janelle Monae. Ein bisschen mysteriös, ein wenig streng, ein bisschen überkandidelt. Man merkt, dass hier jemand kapiert hat, dass ein Popstar auch in Sachen Stil etwas zu sagen haben muss. Im Auftreten bisweilen schrill, tragen ihre Songs trotz aufwändiger Produktion weniger dick auf.

Kimbra - Two Way Street

Es wäre auch zu schade Kimbras außergewöhnliche Stimme zu verstecken, oder sie Songs singen zu lassen, in denen die Stimme nur als Stichwortgeber benötigt wird. Immer wieder überschlägt sich ihre Stimme, wird sie gedoppelt und verdreifacht, wächst zu vielstimmigen Chören an, die aus allen Richtungen gleichzeitig kommen, und keinen Zweifel zulassen: Der Star auf „Vows“ ist Kimbras Stimme. Egal ob sie es mit hip-hop-lastigen Beats wie in „Come Into My Head“ zu tun hat, oder wie in „Warrior“ gemeinsam mit Mark Foster (Foster The People) einen A-Trak-Beat veredelt. Den intimsten Moment schafft sie aber mit der Liveversion von „Plain Gold Ring“, das die Essenz von Kimbra freilegt: eine bemerkenswerte Sängerin mit erstaunlich viel Präsenz und künstlerischer Ambition.

Tourdaten: 

27.08.2012 Frankfurt, Sankt Peter
05.09.2012 Köln, Kulturkirche
06.09.2012 Hamburg, Gruenspan
10.09.2012 München, Freiheizhalle
 

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