6 Feet Beneath the Moon

King Krule - 6 Feet Beneath the Moon

Redaktionswertung: 
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Ein König mit vielen Namen

Verwirrender Soundclash für Internet-ADHS'ler oder stimmiger Klang der Gegenwart? King Krule ist gerade mal 18 Jahre alt, klingt aber wie ein Großer. Sein Album "6 Feet Beneath the Moon" ist schon jetzt eins der Alben des Jahres.

King Krule hatte schon viele Namen: er war als Zoo Kid, DJ JD Sports und Edgar the Beatmaker unterwegs; seine Eltern nannten ihn Archy Samuel Marshall. Ähnlich komplex ist  King Krules Musik, die sich aus so vielen Einflüssen zusammensetzt, dass man kaum weiß, wo man anfangen soll: King Krule ist ein Singer-/Songwriter, der bestimmt vieles von Morrissey, Edwyn Collins, Elvis Costello und Richard Hawley gehört hat.

King Krule singt aber nicht, er knarzt, nörgelt, quasselt, krächzt seine messerscharfen, bösen, klugen Lyrics – und croont dann auf einmal wie Frank Sinatra oder rappt wie Eminem, nur dass Krule/Marshall die geilere, weil gleichzeitig kindliche und uralte Stimme hat. King Krule kennt die alten Rock’n’Roller wie Eddie Cochran, Gene Vincent und Buddy Holly. King Krule ist aber auch ein Electro-Artist, ein Blueser, ein HipHopper, ein Gamer, ein toughes Südlondoner Streetkid, das natürlich ganz oft mit Mike Skinner/The Streets verglichen wird – ach, und zu so unterschiedlichen Acts wie dem Penguin Café Orchestra, Fela Kuti und James Blake lassen sich ebenfalls Bezüge ausmachen.

Das klingt verwirrend, ist es aber nicht. Der 1984 (!) geborene King jongliert traumwandlerisch sicher mit den musikalischen Schnipseln aller Epochen und Styles, die er im Internet findet und destilliert daraus den Sound der Gegenwart. Ein beeindruckendes Debüt!

Als Free Download gibt es eine ältere Aufnahme aus dem Converse Rubber Tracks Studio! Wer mit seiner Band auch in einem professionellen Tonstudio aufnehmen möchte, hat jetzt in Hamburg die Chance dazu! Mehr Infos...

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