Album

Chapters

King Roc - Chapters

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Experiment geglückt

Irgendwo zwischen Brasilien und Berlin, vielleicht in einem anonymen Flughafenterminal, zwischen zwei DJ-Gigs war Martin Dawson alias King Roc das ewige Four-To-The-Floor nicht mehr genug. Etwas Neues muss her!

"Chapters" ist das Ergebnis seiner musikalischen Neuausrichtung. Ausprobieren, ins Risiko gehen und auch mal daneben liegen bringen King Roc 2009 eine größere Befriedigung als im DJ-Jet-Set mitzuschwimmen und ab und an eine Maxi zu droppen. Man muss ja im Gespräch bleiben, um die nächsten Bookings klar zu machen.

Statt weiter mit seinem Produktionspartner Giles Smith als Two Armadillos geschmackvolle House-Maxis unters Volk zu bringen, hat sich Dawson an ein Soloalbum gesetzt, auf dem er die Stile wild durcheinandermischt. Stures Four-To-The-Floor einmal ausgenommen versucht sich Dawson an Trip-Hop ebenso wie Drum´n´Bass. Sogar ein eher misslungener Rocksong ist auf "Chapters" zu finden. Die einzelnen Tracks mögen für sich und in sich zwar nicht immer stimmig sein, der Gesamteindruck von "Chapters" stimmt allerdings. Hier hat jemand wirklich versucht, das Konzept "Album" mit elektronischer Musik unter einen Hut zu bekommen.

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