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Kleerup

Kleerup - Kleerup

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Reflexe an der Discokugel

Andreas Kleerup macht Popmusik so simpel wie das Cover seines Debütalbums. Im positiven Sinne. Schnörkelos, mit großem Effekt.

Wenn man zynisch wäre könnte man behaupten, dass sich Mr. Kleerup sein Debüt im Baukasten-Prinzip zusammengeschraubt hat: ein bisschen am Notebook basteln, ab und an mal im Studio abhängen, dabei gelegentlich bei Röyksopp, The Knife und Artverwandten kopieren - und vor allen Dingen seine Kontakte spielen lassen, damit man auch mit Gast-Features von u.a. Lykke Li und Robyn auftrumpfen kann. Letztere Kooperation hat dem Schweden im UK vor zwei Jahren einen Nummer-Eins-Hit beschert. i

Hört sich ganz leicht an in der Theorie. In der Praxis hört es sich sogar gut an. Denn was Andreas Kleerup vorlegt, ist lupenreiner Sound von jemandem der anscheinend Kraftwerk gleichermaßen wie Abba verehrt, aber trotzdem unglaublich up-to-date klingen möchte. Der Legende nach hat der Mann bereits Erfahrungen mit einer Trash Metal Band und einem Symphonieorchester gesammelt. Beides ist nicht unbedingt herauszuhören, Kleerup steht für glitzernernen Pop, der glückliche und eher düstere Momente bietet; sowohl Club- wie radiotauglich. Die Symbiose von beiden Aspekten wird beispielsweise im hier verlinkten Remix von John Dahlbäck geboten.

Im Ergebnis scheint es, als hätte Kleerup einen Filter über seine Musik gelegt: alles Unwesentliche wurde herausgezogen. Was bleibt, soll Pop in Perfektion sein. In der Tat ist das Substrat manchmal bezaubernd, manchmal jedoch mehr Schein als Sein. Aber diese tolle Reflexe an der Discokugel sind durchweg garantiert.

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