DJ-KiCKS

Kode 9 - DJ-KiCKS

Label: 
Redaktionswertung: 
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Funky Kicks

Die dritte DJ-Kicks binnen drei Monaten kommt von Kode 9. Der Betreiber von Hyperdub Records und Entdecker von Burial gehört zu den mythischen Figuren des Dubstep. Dabei deutet sein Mix für K7 an, dass er sich längst weiterbewegt hat.

Steve Goodman alias Kode 9 betreibt seit fünf Jahren das vielleicht einflussreichste Label für Dubstep. Mit zwei Alben von Burial, dem vor kurzem erschienenen Album von Ikonika und zahlreichen Maxis von Acts wie Zomby, King Midas Sound, The Bug oder L.V. hat sich Hyperdub einen veritablen Ruf erworben. Zudem gelten die Künstler des Londoner Labels als gleichermaßen die Öffentlichkeit scheuend wie musikalisch radikal.

Den Großteil seines Mix bestreitet Kode 9 mit Tracks aus dem direkten Umfeld seines Labels. Die Schwere und Düsternis, durch die sich die Releases auf Hyperdub auszeichnen, tauscht Goodman gegen eine funky Leichtigkeit. Techno, womit Dubstep in letzter Zeit am heftigsten flirtete, wird lediglich durch zwei Tracks des Holländers Aaardvarck repräsentiert. Der Rest trommelt im hüpfenden Rhythmus von UK Funky und Garage aus den Boxen und macht verdammt gute Laune. Würde Goodman sein Buch „Sonic Warfare“, in dem er den Missbrauch von Musik als Waffe beschreibt, erneut schreiben, es gäbe darin definitiv kein Kapitel zu seinem DJ-Kicks-Mix. Der zaubert einem nämlich ein dickes Grinsen ins Gesicht.

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