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Kytäjä

Kytäjä - Kytäjä

Redaktionswertung: 
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Instrumentalmusik aus der finnischen Einöde

Zwei finnische Freunde kommusizieren ihre eigene kleine Welt, ohne ein Wort dabei zu verlieren. Instrumentale Tundramusik, wie sie weitläufiger, vielschichtiger und gegensätzlicher kaum sein könnte.

Die Welt ist ein Dorf. Ein Dorf voller Gegensätze, Kleinigkeiten und Verrücktheiten. Es heißt Kytäjä, liegt im Nirgendwo Finnlands, ist klein und Heimat von Jarno Alho und Janne Lastumäki. Man kennt sich schon aus Windelzeiten, langweilte sich gemeinsam durch die Kindheit und machte irgendwann aus Einöde und Drögheit eine Tugend: flux mit dem Fahrrad in die nächste meilenweit entfernte Ortschaft fahren, dort Bier besorgen, dann zurück in den Keller und mit Handschuhen und Taschenheizung ausgestattet alle erdenklichen Instrumente ausprobieren. Es dürfte einleuchten, dass derartige Umstände auf eine ganz besondere Weise verbinden und sich selbst den wildesten Gegensätze nicht versperren: Folk, Jazz, Ambient, Weltmusik und 70s Rock verknüpfen und untergraben sich hier übergangslos. Unorthodoxer und autodidaktischer als dieses Duo, das sich nach dem besagten kleinen finnischen Kaff benannte und nun ihr gleichnamiges Debüt der Außenwelt präsentiert, kann Instrumentalmusik kaum klingen. Alles ist offen, wie ein finnisches Scheunentor. Die Gegensätze, Kleinigkeiten und Verrücktheiten verschmelzen unbemerkt miteinander: Atmo-Waldklänge, Indie-Präriesounds, verdrogte Loops, gestopfte Trompeten, Slight-Gitarren und Schweinerock-Orgeln. Erstaunlich, was Einöde und Drögheit so alles bewirken und herauskitzeln können. (bb)

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