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The Incomplete Triangle

Lansing-Dreiden - The Incomplete Triangle

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Düsterpop und Rhythmusprodukte

Effizient und imageorientiert bearbeiten Lansing-Dreiden die Schnittstelle von Kunst und Kommerz. Das Personal ist dabei nicht interessant, das Produkt allein zählt. Mit düster-tanzbarem Debütalbum wird das New Yorker Künstlerkollektiv zur Band.

Seit fünf Jahren basteln Lansing-Dreiden am Bild des mysteriösen Kunstprojekts. Mit Installationen, Zeitschriften, Pamphleten gerieren sie sich als Dienstleister und Inhaltslieferanten. Betont zurückhaltend nährt das Kollektiv Neugier, geschickt verweigert es sich dem persönlichen Kontakt und verweist mit Nachdruck auf das Produkt. Aktuell ist dies ein zitierfreudiges Debütalbum voller Düsternis und Retrodance. Zwischen Joy Division und aktueller No-Wave-Disco liefert die vielköpfige Band auf "The Incomplete Triangle" musikalische Entwürfe und ansprechende Oberflächen. Verhallt und verhuscht schleppt sich Gesang durch rhythmusbetonte Darkpopvariationen. Man deutet Punkrock an, lockt in die Isolation der Tanzfläche und zitiert mit Nachdruck. Nicht immer und nicht lange geht das so richtig gut. Eine knappere Songauswahl im knackigen EP-Format hätte hier sicher nachhaltiger beeindruckt, wenn nicht gar begeistert. Statt dessen wird "The Incomplete Triangle" in seiner Gesamtheit nur mit Mühe vom künstlerischen Anspruch seiner Schöpfer zusammengehalten. Dass man sich diesen immer wieder vor Ohren halten muss, während man sich von Highlight zu Highlight hangelt, strengt schnell an. Dass es schmissige Höhepunkte wie den Elektrorocker "An Uncut Diamond" dann aber doch gibt, ist natürlich irgendwie schon super. (sc)

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