Understudy EP

Låpsley - Understudy EP

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Traumstart

Holly Fletcher ist 18 Jahre alt und hat gerade die Schule abgeschlossen. Ihr erstes Konzert spielte sie beim größten Musikfestival Europas und veröffentlicht jetzt beim erfolgreichen Indielabel XL Recordings (Adele). Ein Blitzstart.

2015 könnte das Jahr von Holly Fletcher aka Låpsley werden. So wie Lorde im vergangenen Jahr, hat auch die 18-jährige Liverpoolerin ihre Karriere als Schülerin mal eben nebenbei gestartet. 

Ihr allererstes Konzert gab sie dieses Jahr auf dem Glastonbury Festival und hatte dafür genau drei Tage Vorbereitungszeit. Ihre Eltern hatten ihr verboten, vor ihrem Abschluss Musik zu machen. Und die letzte Prüfung hatte sie drei Tag vor dem Festival. So stellte sie kurzerhand eine Band zusammen und spielte ein paar ihrer Songs. "Das war sicher nicht das, was mich als Künstlerin repräsentiert, aber ich bin stolz darauf", so Låpsley im Interview mit dem DIY Magazin.

Ganz zufällig kommt die kometenhafte Karriere aber nicht. Als Kind lernte sie Klavier, Gitarre und Oboe und spielte hauptsächlich klassische Musik. Mit 12 begann sie ihre ersten eigenen Songs zu schreiben und mit 14 entdeckte sie die elektronische Musik und war fasziniert davon, wie anders diese Clubmusik war. "Ich bin da nicht abgestürzt, sondern hab mich an die Seite gesetzt und einfach den DJs oder Live-Acts zugehört. Schließlich entdeckte sie James Blake und beschloss, einen ähnlichen Weg zu gehen, minimalistische elektronische Instrumentierung mit am Klavier geschriebenen Songs zu verbinden. Und das gelingt ihr gleich beim ersten Versuch so gut, dass sie von den BBC in die Liste der vielversprechendsten Newcomer aufgenommen wurde.

"Ich habe erst dieses Jahr angefangen zu produzieren. Ich kann zwar noch nicht viel, aber genau das zwingt mich dazu, das Beste aus meinen limitierten Möglichkeiten herauszuholen." Und das Beste heißt vor allem: weglassen. Genauso wie ihr großes Vorbild James Blake schichtet sie nicht Spur auf Spur, sondern lässt alles weg, was ihr unwichtig erscheint. So ensteht moderne, minimalistische Popmusik, wie sie etwa zuletzt auch von Lorde zu hören war, die auf Anhieb einen Grammy gewann. 

Aber machen wir uns nichts vor, um solche Musik zu produzieren, muss man sehr ehrgeizig und fleißig sein. Ihre erste EP produzierte sie in nur einer Woche, arbeitete aber durchgehend Tag und Nacht daran, ohne sich reinreden zu lassen. Kein Zweifel, hier kommt eine viel versprechende Künstlerin mit großer Vision und unglaublich viel Talent. 

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