Drumquestra

Larry McDonald - Drumquestra

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Seit einem halben Jahrhundert begleitete und begleitet Larry McDonalds Reggae-Größen wie Bob Marley oder Peter Tosh, doch zu einem Soloalbum hat es in all den Jahren nicht gereicht. Diese Lücke in der eigenen Biographie schließt McDonald jetzt mit "Drumquestra".

Percussionisten stehen selten im Rampenlicht. Daran möchte Larry McDonald auch auf seinem ersten Soloalbum nach 50 Jahren Musikerleben nichts ändern. Ganz bescheiden begnügte er sich mit dem Platz hinter den Congas und verziert seine Tracks mit wolgesetzen und äußerst sparsamen Akzenten. Im Rampenlicht dürfen sich mit Dollarman, Toots Hibbert und Mutabaruka drei altgediente Rampensäu sonnen und Larry die Freude machen, dessen Songs zu singen.

Dabei hat "Drumquestra" seine besten Momente, wenn McDonald zumindest sein Instrument ganz nach vorne an den Bühnenrand schiebt, gemeinsam mit anderen über die Stimme der Drums räsoniert und dabei nicht vergisst, deren hypnotische Wirkung heraus zu stellen (Wer dazu mehr wissen möchte, liest am besten Mickey Harts (Grateful Dead) Buch "Die magische Trommel"!). Denn in diesen Momenten gelingt es McDonald mit ruhiger Hand, einen gerne unterschätzten Berufsstand zu würdigen. Darüber sieht man über einige Längen im "Drumquestra" gerne hinweg.

 

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