Approx Twelve

Le Rok - Approx Twelve

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Tänzelnder Songwriter-House
Eigentlich sollte man annehmen, dass lange Produktionen der Leichtigkeit eines Albums nicht gut tun. Bei Le Rok waren die drei Jahre für sein neues Werk wohl genau richtig, um alles richtig zu positionieren, ohne dass es nach viel Arbeit klingt.

Der Hannoveraner Christoph Döhne ist als Le Rok kein Unbekannter mehr. Sein Debüt-Album „Hausarbeiten“ aus dem Jahre 2003 passte irgendwie bestens zu dem Label Karaoke Kalk und deren verspieltem, leicht holprigen Sound. Der Beat der Le Rok-Tracks über die letzten Jahre geradliniger geworden, und doch ist es kein Dance-Album. Vielmehr glänzt „Approx Twelve“ als ein reduziertes und zaghaft straightes Songwriter-Album mit angerautem House-Charme. Ab und an wird gesungen, dann kommt der Pop-Appeal noch stärker zum Ausdruck als er in den leichtfüßig tänzelnden Melodien eh schon präsent ist. Dazwischen kommen allerdings auch introvertierte, angenehm melancholische Momente hervor. Wohltuend sind ebenfalls die dezent eingestreuten Dissonanzen, die den Zugang anfangs vielleicht etwas erscheren, aber letztendlich eine spannende Balance zusammen mit den Harmonien bilden. „Weak Textarea“ ist eines der Vocal-Tracks, etwas klarer und eingängiger als andere Stücke des neuen Albums. Aber quasi ein kleiner Hit. (jw)
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