Album

Schönberg: String Quartets Nos. 3 & 4

Leila Josefowicz - Schönberg: String Quartets Nos. 3 & 4

Label: 
Komponist: 
Arnold Schönberg
Interpret: 
Leila Josefowicz
Ensemble: 
Fred Sherry String Quartet
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Jetzt wird’s atonal

Arnold Schönbergs in Zwölftontechnik komponiertes Streichquartett Nr. 4 von 1936 ist keine leichte Kost. Wer sich aber mal selbst ein (Ton-)Bild davon machen will, wie Zwölfton-Musik eigentlich klingt, der findet hier exemplarisches Anschauungsmaterial vor.

Arnold Schönberg (1874-1951), dessen musikalische Frühwerke noch der Nachromantik zuzuordnen sind, wurde als Begründer der Zwölftontechnik und damit als eine der entscheidenden Figuren der modernen Musik des 20. Jahrhunderts weltbekannt.

Nach 1910 steckte die europäische Kunstmusik in einer veritablen Sinnkrise. Kaum ein Komponist wußte genau wie es nach der Phase der Spätromantik konstruktiv weitergehen könnte; viele suchten nach neuen Wegen. Um 1920 ersann Schönberg eine neue, atonale Kompositionstechnik, die sämtlichem verwendeten Tonmaterial den genau gleichen Stellenwert einräumen sollte: Alle zwölf Halbtöne einer Oktave müssen dabei gleich oft vorkommen und keiner dieser Töne darf wiederholt werden, ehe nicht alle anderen elf Töne erklungen sind. Klingt nach wie vor nach einem sehr theoretischen Konzept, über dessen musikalische Qualität sich letztlich jeder selbst ein Urteil bilden muss.

Als erste Violinistin des erstklassigen Fred Sherry String Quartets ist hier die weltbekannte Kanadierin Leila Josefowicz zu hören, die auf ihrem Instrument zu den absolut herausragenden Interpreten der klassischen Moderne gehört. Die Formation schafft es mit bewundernswerter Klarheit, Schönbergs oftmals vertrackte Klanggebilde aufzuschlüsseln und diese der Zuhörerschaft zu veranschaulichen.

1 CD, ca. 75 Minuten

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