Lichter & Gisbert zu Knyphausen - Leerer Raum:

Der Barde und das Quartett haben einiges gemein: Feingeistig und mit einem Hang zur dunklen Seite singen und spielen sie vom Leben, das es nicht immer gut mit einem meint. Melancholischer Pop, der aber stets mit einem stetigen Hoffnungsschimmer verbunden ist, könnte den kleinsten gemeinsamen Nenner von Lichter und Gisbert zu Knyphausen umreißen. Dort treffen sich beide in ihrer Grundstimmung.

Ihre Songs spiegeln aber auch einen spannenden Unterschied wieder: Die sparsame Instrumentierung des Wahlhamburgers zu Knyphausen trifft auf eine konzentrierte Vielschichtigeit des Quartetts aus Köln. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an - und bringen manchmal Interessantes hervor: Zu Knyphausen knöpfte sich kurz vor dem Start der gemeinsamen Tour Lichters "Leerer Raum" auf Oldham`sche Weise vor und Lichter machten aus "Spieglein, Spieglein" eine schaurigschöne Version, die zwischen Tocotronic und Blonde Redhead ihren Platz finden könnte. Klingt seltsam? Gegensätze ziehen sich an und klingen manchmal ebenso - aber trotzdem wunderschön. 

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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