Nur die guten Tasten

Liebe Minou - Nur die guten Tasten

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Sag „Ja“ zum Chanson

„Ich“ hieß Liebe Minous Debütalbum, ein zartes, etwas niedliches „Hallo“ präsentiert von einer schüchtern dreinblickenden Sängerin, die man schnell in die „Die wunderbare Welt der Amelie“ steckte. Mit „Nur die guten Tasten“ erscheint jetzt der Nachfolger: deutlich selbstbewußter und reifer präsentiert die Sängerin darauf ihre Liebe zum Chanson.

Der Zuckerguss ist ab! Liebe Minou traut sich auf ihrem zweiten Album mehr zu und profiliert sich damit als Sängerin. „Nur die guten Tasten“ ist das Ergebnis eines Emazipationsprozesses, an dessen Ende sich Liebe Minou viel deutlicher als auf ihrem Debüt in der Tradition des Chansons verortet. Ähnlich wie Max Raabe steht Liebe Minou außerhalb der Zeit, zu ihren Songs kann man Walzer tanzen, auch wenn es ein doppeldeutiges „Walzchen“ ist. Ähnlich wie beim derzeitigen Electro Swing Revival wird in ihren Songs die Sehnsucht nach einer Zeit deutlich, in der das Leben weniger schnell, Gut und Böse klar definiert und die Liebe eine Abmachung zwischen Gentlemen und Ladies war.

Liebe Minous Themen sind klassisch, jeder Zeitgeist darin getilgt, es geht um die universellen Dinge: „Wenn das hier Liebe heißt, lassen wir es sein oder tauchen wir ein?“ Was zunächst wie Zuckerbäcker-Eskapismus wirkt, sind am Ende klassische, sparsam instrumentierte und klar arrangierte Songs, denen man eines auf jeden Fall attestieren kann: Zeitlosigkeit!

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