Living Things

Linkin Park - Living Things

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Album der Woche: Living Things

Linkin Park sind allgegenwärtig, das hat die Band um Chester Bennington und Mike Shinoda nicht zuletzt dem ZDF zu verdanken. Der Sender setzt ihre Single „Burn It Down“ bei den Übertragungen der EM ein. Ihre Single ist dann auch auf „Living Things“ der Song, der am stärksten nach Linkin Park klingt.

Gerade einmal 37 Minuten Spielzeit hat „Living Things“. Linkin Park fahren gut damit, die maximale Spielzeit der CD nicht auszureizen. So bleibt mehr Zeit für Qualität, und Überraschungen wie das knapp 1,5-minütige „Victimized“, in dem Linkin Park wie junge Punks auf ihre Instrumente eindreschen, oder der verpeilte Raptrack „Until It Breaks“, der sich zu einem Bon Iver-artigen Folksong wandelt. Dank Rick Rubin an den Reglern ist das alles hervorragend produziert, von der Ballade bis zum Raptrack.

Linkin Park - Burn It Down

 

Nu Metal würde das kein Mensch mehr nennen wollen. Linkin Park haben es verstanden ihren Emo-Crossover auf eine Formel zu bringen, die auch vor 60.000 oder mehr Menschen verfängt. Trotzdem bleiben Linkin Park beweglich und versuchen sie immer wieder aufzubrechen. Das schrammt wie in „Castle Of Glass“ mal knapp am Arcade Fire-Rip-Off vorbei (fehlt nur noch, dass hier einer im Hintergrund „Hey“ schreit.), klappt manchmal aber auch sehr gut, wie in „Victimized“. Der Kontrast macht's, dafür stehen diese beiden Tracks exemplarisch in der Mitte des Albums. Daneben liefern Linkin Park das, was sie zur „best-selling band of the decade“ gemacht hat. Das muss man nicht mögen, ist aber allemal besser als alles, was man im Namen der EM sonst zu hören bekommt.

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