Album

Hello Lisa

Lisa Loeb - Hello Lisa

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Die mit der Brille....

Lisa Loeb, die Nana Mouscouri des amerikanischen Indiepop ist wieder da, nicht mehr ganz so verzweifelt wie früher, aber auch nicht wirklich optimistisch - denn wer gibt schon gerne zu, ein "Underdog" zu sein.

Wenn man mal im grossen Schatz seiner Erinnerungen das Fach mit der Aufschrift „Videos Anfang/Mitte 90er“ durchwühlt, denkt man schnell an das kleine dickbebrillte Bienenmädchen aus Blind Melons „No Rain“ zurück. Zeitgleich hatte man damals das Gefühl, die ältere Schwester renne wie irre durch ihr karg eingerichtetes Wohnzimmer und sang ihr verzweifeltes „Stay“. Dieses etwas unscheinbare Fräulein, Typ Mauerblümchen und trotzdem ganz niedlich, hiess Lisa Loeb und war eigentlich nicht sehr viel mehr als ein One-Hit-Wonder. Nach fünf Jahren Abstinenz ist dieses Jahr mit Cake & Pie ihr dritter Longplayer erschienen, allerdings ging das Album aufgrund mangelnder Promotion mehr oder weniger unter. Daher hat Lisa Loeb kurzfristig in diesem Herbst entschieden, das Album mit ein paar Ergänzungen und neuem Titel "Hello Lisa" bei einem anderen Label nochmal neu zu veröffentlichen. Bei Artemis-Records ist sie jetzt beim Label der Pretenders und Boston gelandet. Musikalisch befindet sich Lisa Loeb in Richtung ihrer weiblichen Mitstreiterinnen Kristin Hersh oder Tanya Donelly. Das ist eingängiger Indiepop, sauber produziert, etwas weichgespült, so daß man den letzten Kick vergeblich sucht. (os)

Alben

Ähnliche Künstler