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Eigentlich

Love A - Eigentlich

Redaktionswertung: 
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herausragend
Kein Wunder

Den Jungs von Love A ist zwar seit ihrer Gründung ein Teil des Namens abhanden gekommen, aber dafür haben sie mit "Eigentlich" eine Menge guter Songs dazu bekommen. Und wer denkt, dass 2011 mit Punk nicht mehr viel los ist, dem liefert das Debüt 13 gute Antithesen.

Aus den 2010 gegründeten Love Acadamy ist kurzerhand Love A geworden. Das schafft Platz für Interpretation. Wenn es auch der profane Gedanke an den Kreis um das "A" bei Love A ist. Dennoch lassen Love A die Gedanken zum Stichwort Anarchie schweifen, denn "Eigentlich" verleiht dem Begriff "Punk" eine Relevanz, wie es dieses Jahr nicht häufig der Fall war.

Sicherlich: das Quintett aus Trier wirkt vertraut mit seiner musikalischen Art, erinnert an Fehlfarben oder auch an Trend. Dennoch wird hier frisch und clever abgeliefert, mit Postpunk, NDW und Hamburger Indie-Tradition. Angst vor Eingängig- und Tanzbarkeit herrscht hier keineswegs. Dazu geht es bei Punk nicht zuletzt um Aussage und Inhalt. Diese gibt es bei "Eigentlich" mit Ironie, Witz und wohl überlegtem Mittelfinger.

Punk im Jahr 2011 – da geht noch was. Das haben 206 bereits Anfang des Jahres klar gestellt. Kurz vor Jahresende gesellen sich noch Love A dazu und stehen mit ganz vorne bei den hiesigen Vertretern. Kein Wunder, mit diesem ungestümen Debüt.

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