Claudio Arrau spielt Beethoven und Weber

Ludwig van Beethoven - Claudio Arrau spielt Beethoven und Weber

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Beethovens 3. Klavierkonzert in einer historischen Aufnahme
Claudio Arrau und Ludwig van Beethoven - das ist fast immer eine ideale Kombination gewesen. Der geborene Chilene, dessen spiritueller und tiefernster Altersstil am besten in Erinnerung ist, war mit 44 Jahren pianistisch an einem ganz anderen Punkt.

Am Weihnachtstag des Jahres 1947 kamen die Protagonisten in der "Academy of Music" in Philadelphia für die vorliegende Aufname zusammen. Erst zum dritten Mal in der Schallplattengeschichte wurde Ludwig van Beethovens 3. Klavierkonzert an diesem Tag aufgezeichnet. Kritiker bemängelten später die zu scharfe Klangcharakteristik der Aufnahme, ein Makel, der im Remastering so weit als möglich beseitigt worden ist. Das abschließende Rondo des Konzertes, das unser Hörbeispiel bildet, musizierte Arrau mit einem virtuosem Feuer, das in späteren Jahren eher nicht mehr sein Markenzeichen war.

Claudio Arrau wurde am 6. Februar 1903 in Chile geboren. Als echtes Wunderkind gab er schon mit fünf Jahren erste Konzerte. Kaum drei Jahre später bezahlte das Kultusministerium seines Landes der Familie den Umzug nach Berlin, um Claudio damit Zugang zur bestmöglichen Ausbilung zu verschaffen.

Der Lisztschüler Martin Krause, bei dem Arrau zwischen 1912 und 1918 am Stern Konservatorium studierte, wurde zum Vaterersatz und zur künstlerisch prägenden Figur für Arrau, der Zeit seines Lebens eine durch und durch von den Idealen der deutschen Romantik geprägte Spielweise beibehielt. 1914, mit 12 Jahren, gab Arrau sein Debüt als Konzertpianist in Berlin und sorgte für eine Sensation in ganz Europa. Damit war eine der größten Pianistenkarrieren des 20. Jahrhunderts vorgezeichnet.

Wie kein anderer Pianist hatte Claudio Arrau die Fähigkeit, der Musik eines jede bedeutenden Komponisten auf exemplarische Weise zu dienen: Seine Aufnahmen von Liszt, Schumann und Chopin avancierten ebenso zu zeitlosen Klassikern, wie sein Bach, sein Beethoven, sein Schubert und sein Brahms.

1 CD, ca. 73 Minuten

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