Album

Soundscapes and Coincidences

M 185 - Soundscapes and Coincidences

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Süßes Prinzip Zufall

M 185 haben Geschmack. Das fällt einem schon auf, betrachtet man nur das Cover-Artwork ihrer Debut-EP. Klare Linie, schönes Logo, ein wenig retro (Tamiya-Modellbau), insgesamt einfach stimmig.

So auch die Musik. Heinz Wolf und Martin Stöbich – live mutiert das Duo zu einem Quartett – haben es sich zwischen allen Stühlen bequem gemacht. Das, was sie machen ist weder Rock noch Elektronik; schon gar nicht hat es auch nur im Entferntesten mit der vermeintlichen Schnittstelle beider Genres, dem Electroclash oder Ähnlichem zu tun. M 185 tun einfach und ohne viel nachzudenken das, was sie am besten können: Sie rocken. Mit Bass, Gitarre und elektronischem Equipment jammen sie einfach drauf los, die besten Outtakes der Sessions werden dann durch den Laptop geschliffen. Dabei entsteht ein Sound, den man in seiner organischen Verschmelzung von Elektronik und Gitarrenarbeit wohl am ehesten mit den Two Lone Swordsmen vergleichen kann. Auf dem eigenen Mini-Label Threethirty erschienen, klingen die „Soundscapes“ von Heinz Wolf und Martin Stöbich überhaupt, als hätten sie eigentlich auf Warp erscheinen müssen. Tanzbare Grooves, rollender Bsss, Killer-Riffs, Orgeln und zarte Psychedelik: Alles da, was ein innovativer Act, der sich dennoch verkaufen lässt, braucht. An Vergleichen, die an die beiden seit Erscheinen ihres Debuts herangetragen wurden, mangelt es dann auch nicht. Ob nun Can, Sonic Youth oder die Sisters Of Mercy: die Liste der Referenzen ist so lang wie gut, der Suchtfaktor, den die sechs Tracks der Debuts verströmen, enorm hoch. „Hell Yeah“ ist purer Instrumentalrock, der sich allmählich aus einem verschleppten Riff heraus entwickelt. „Low Resolution High Fidelity“ geht mehr in Richtung Elektronik. Wo das Album in Deutschland erhältlich ist, erfährt man auf der Band-Website.

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