Album

Transistor Radio

M. Ward - Transistor Radio

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Beliebigkeitsferne Musikparade voll uneitler Höhepunkte

Voller Originalität und ohne schmandige Verklärung pflegt Matt Ward musikalische Tradition. "Transistor Radio" wandert durch Stile und Zitate, stets zusammengehalten von Wards Charakterstimme und veredelt von so bescheidenen wie erlesenen Gästen.

Das fünfte Album des Künstlers mit dem knappen Namen lockt mit kauzigem Country und Honkytonkklavier, Beach-Boys-Coverversion und anrührendem Knarzen. Bis zu den Knien steht "Transistor Radio" in amerikanischer Folktradition, doch an Beweglichkeit herrscht kein Mangel. So schwebt "Transistor Radio" lässig von Lied zu Lied zu Stil zu Klangfarbe. Talent, konsequente Detailfreude und Wards melodiöses Raspeln knüpfen aus all dem einen roten Faden, dem man nur allzu gern folgt. Matt Ward stellt ein variantenreiches, doch nie beliebiges Radioprogramm zusammen; eines, das überrascht und erfreut, das sich in den richtigen Momenten kurz fasst und sich zur rechten Zeit die rechte Zeit nimmt. Auch Wards Gäste – darunter Vic Chesnutt und Giant Sands Howe Gelb – setzen Akzente uneitel und effektbewusst. Man probiere nur "Big Boat" und Jenny Lewis` schöne Stimmeinsprengsel. Man höre, staune, gebe sich nicht damit zufrieden. (sc)

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