Album

That Day

Magic Number - That Day

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Für die gepflegtere Tanzveranstaltung

Feingefühl und Perfektion. Das sind die ersten Assoziationen, die einem bei dem Debütalbum des britischen Projektes Magic Number in den Sinn kommen werden. Und damit haben sie eine feine Balance gefunden.

Mit dem Stück „That Day“ hatte das Duo um Songwriter Ross Hillard und Produzent Atjazz 2001 – zur Blütezeit des NuJazz - einen beachtlichen Clubhit. Doch Magic Number war und ist mehr, als ein Clubtool-Lieferant. Es wurde konsequent an einem Album gearbeitet, dass nun via Stereo Deluxe Records aus Nürnberg veröffentlicht wurde. Das Album heißt ebenfalls „That Day“ und die elf Stücke bewegen sich grob umrissen zwischen Dancefloor-Jazz, Soul, House und Downbeat. Allerdings sind diese Genregrenzen fließend. Dazu soulige Vocals mit gnadenlos poppigen Melodien. Das Bemerkenswerte an Magic Number ist die perfekte Produktion, welche genau die Balance zwischen Vielschichtigkeit und Überladenheit halten kann. Wie bei vielen Compost-Acts werden akustische Instrumente mit elektronische Arbeitsweisen verschmolzen und viel wert auf einen organischen Sound gelegt. Darüber hinaus schreibt Ross Hillard sehr feinfühlige Songs, hat aber dennoch die Funktionalität eines Club-Tracks im Blick. „That Day“ überzeugt somit sowohl im Pop- als auch im Clubkontext. Das Stück „Fly Away“ ist bereits auf einer Vorab-12“ erschienen - sehr perkussiv, deep und housig. Der Gesang kommt von der Sängerin Jane Hamilton, die auch schon mit Künstlern des Sonar Kollektivs zusammengearbeitet hat. Ein Highlight für gepflegtere Tanzveranstaltungen. (jw)

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