Josephine

Magnolia Electric Co. - Josephine

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Die Welt des Schwermuts

Jason Molina, der kreative Kopf, ist nicht nur durch Soloausflüge bekannt geworden, sondern bereits durch seine Band Songs: Ohia. Diese gibt es so nicht mehr, weil ein Album alles verändern sollte und Namensgeber für das wurde, was nun den Schmerz eines Verlustes unverfälscht nachvertont hat.

Ganz exakt und unzweideutig kann selbst der musikalische Dreh- und Angelpunkt dieser Band vermutlich nicht festlegen, wann Magnolia Electric Co. geboren wurde. Mit dieser Band veröffentlichte er 2003 ein Album mit jenem Titel, der fortan als Name für die weitere musikalische Reise des Jason Molina dienen sollte. "Magnolia Electric Co." markierte als Album einen Einschnitt: Im Produzentenstuhl saß damals erstmals Steve Albini, als Molina mit seinen nicht selten wechselnden Musikern die Songs für dieses rockigste Album im untergehenden Songs: Ohia-Kosmos live einspielte. Während einer Tour verkündete er offiziell die Namensänderung und fuhr fort.

Es folgten Soloausflüge und Magnolia Electric Co.-Alben, die ein breites Spektrum an den Tag legten: Indierock, Country, Folk und ganz viel Lo-Fi-Gefühl vertonte Molina in den letzten Jahren. Nun, knapp drei Jahre nach "Fading Trails", vertont er den Verlust. Mit "Josephine" zollt er seinem Bassisten und Rogue Wave-Mitglied Evan Farrell Tribut, der Anfang 2008 auf tragische Weise verstarb. Man meint diese Tragik und Trauer in jeder Zeile und jedem Moll-Ton Molinas zu hören. "Josephine" ist ein Blues, der ganz tief und nah geht. Will Oldham und Calexico sind nun nicht mehr allein in dieser Welt des Schwermuts.

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