Labyrinthes

Malajube - Labyrinthes

Label: 
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Ein Mahnmal für den Progrockpop

Die Franko-Kanadier von Malajube haben ein weiteres Pfundstück rausgehauen: „Labyrinthes“ ist ein schwer verständlicher Rockbrocken, der aber trotzdem runtergeht wie Öl.

Französischsprachige Rockmusik ist nach wie vor so eine Sache. Man kann sie mögen, muss man aber nicht; man sollte sie verstehen, kann man aber nicht, wenn man die Schule mit einer 6 in Französisch verließ. Malajube machen da einen feinen Unterschied. Das Quartett aus Québec hat sich in die heimischen Wälder zurückgezogen, um seinen dritten Longplayer aufzunehmen, der eine deutliche Sprache spricht. „Labyrinthes“ heißt er und lädt trotz eventueller Sprachbarriere und unkonventionellem Songwriting zum lautmalerischen Mitsingen ein.

Damit haben die Franko-Kanadier ein Mahnmal geschaffen, mit dem sie ein Zeichen für progressive Rockmusik mit hohem Popanteil setzen. Kraftvoll, aber nicht zu kantig, wuchtig, aber nicht uneingängig wirkt dieses Album wie eine groovende Einheit, eine Session mit den richtigen Momentaufnahmen. Natürlich ist das ein epochaler Rockbrocken - aber er rollt ganz schnell von ganz allein! „Ursuline“, der kostenlose Vorgeschmack, zwirbelt sich als kleines Monster durch fast sieben Minuten. Das Video zu "Porté Disparu" kommt demgegenüber schon fast knackig und leicht verständlich rüber. Wovon auch immer sie singen: Malajube rocken.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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