Journal For Plague Lovers

Manic Street Preachers - Journal For Plague Lovers

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In guter Erinnerung

1995 verschwand Richey Edwards auf mysteriöse und bis heute ungeklärte Weise. Nun wurde er offiziell für tot erklärt. Die Manic Street Preachers erweisen ihrem Gitarristen die letzte Ehre und lassen ihr neues Album rund um Edwards und die guten Zeiten von damals kreisen.

Der Nachfoler zu "Send Away The Tigers", jener ungezwungenen Zusammenkunft nach Bradfields und Wires Soloausflügen, ist bereits das neunte Album der Waliser. Ein Abum, das auf der Textbasis ihres seit mittlerweile 14 Jahren vermissten Gitarristen fußt, aber auch vom Gesamteindruck her an den Sound jener Zeit erinnert. Kurz vor dem Verschwinden Edwards erschien "The Holy Bible", vielleicht das beste Album der Manics ever, an das hier Reminiszenzen anklingen.

Anstatt sich neumodischen Trends anzubiedern, erinnert sich das Trio an seine guten alten Zeiten als Quartett und den Sound der rockenden Neunziger. "Journal For Plague Lovers" klingt roh, analog und natürlich, ist ungehalten und ungeschliffen im Gesamtsound, dank der "In Utero"-Handschrift von Produzent Steve Albini.

Auch beim Cover nehmen die Manics Bezug zu "The Holy Bible", stammt das aktuelle Cover doch ebenfalls von der Malerin Jenny Saville, die bereits schon 1994 für das Cover verantwortlich war und von Edwards sehr geschätzt wurde. Damit zeigen die Manics wieder Gesicht und nehmen Abstand von jeder Popanschmiegsamkeit und Farblosigkeit, die ihnen auf ihre alten Tage drohte.

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