Speed Emotions

Marbert Rocel - Speed Emotions

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Houseminiaturen
Marbert Rocel lieben Spielereien. Die Grundstimmung ihres Albums "Speed Emotion" geht zwar eindeutig in Richtung House, drumherum schachteln und basteln die Thüringer aber verspielte Tracks, die bewußt uneindeutig lassen, was sie wollen.

Aus Thüringen kommen die drei Spielernaturen mit dem Hang zum Wortwitz ("Speed Emotions", "Eleanor Birdbath", "Cornflakeboy") von Marbert Rocel, die mit ihrem ersten Album folgerichtig bei Compost Records gelandet sind. Die Münchner hatten schon immer ein offenes Ohr für die verspielten und musikalischen Varianten von House. In diesem Zusammenhang darf dann auch ruhig mal das böse Wörtchen "Jazz" fallen, wobei sich dies bei Marbert Rocel eher auf einen etwas eigenartigen Swing und handwerkliches Geschick bezieht, denn auf endloses Gefrickel.

Statt sich für jede Kleinigkeit, für jeden kurzen Soloritt, Applaus abzuholen, machen sich Marbert Rocel lieber ganz klein. Sie lassen es knistern und zirpen, scheuen sich nicht die Akustikgitarre heraus zu holen und ein bisschen Wechselgesang anzustimmen. "Speed Emotions", dieser Wortwitz im Albumtitel führt eher in die Irre. Von (High-)Speed ist hier nicht viel zu merken, umso mehr von Emotionen und Liebe zur detailversessenen Arbeit an Musik ohne verkopft zu klingen. Schönes Album, das auch im Frühling funktioniert, erschienen ist es nämlich schon im vergangenen November.

Florian Schneider / Tonspion.de
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