Album

Horses and High Heels

Marianne Faithfull - Horses and High Heels

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Grande Dame des Coversongs

Eine Ikone der Popkultur und Musikgeschichte meldet sich mit neuem Album zurück. Marianne Faithfull interpretiert auf „Horses and High Heels“ Songs und Kompositionen von großen Musikern und drückt ihnen ihren ureignen Stempel auf. Herausgekommen ist ein Album zwischen Melancholie, Jazz, Blues und Avantgarde.

1999 feierte die große Stilikone der 60er Jahre Marianne Faithfull ein gefeiertes Comeback im Musikbusiness. Die Britin, die 1967 als erste Frau auf der Kinoleinwand das Wort „Fuck“ aussprach, widmete sich fortan den Kompositionen zeitgenössischer Interpreten wie Billy Corgan, Nick Cave, Beck und Damon Albarn. Und sie führt diesen Weg auf „Horses and High Heels“ uneingeschränkt fort.

Sie nimmt sich etwa Elton Johns „Love Song“ vor und macht daraus mit ihrer unverkennbar dunklen, rauchigen Stimme ein dahingehauchtes Faithfull-Liebeslied. Außerdem interpretiert sie noch Stücke von Allen Touissants und R.B. Morris und schwankt dabei zwischen Blues und Folk. An den Instrumenten stehen Musikgrößen, etwa Lou Reed, Dr. John oder Wayne Kramer von der Detroiter Rockband MC5. Kramer gehört auch zur Liveband von Marianne Faithfull.

Hatte die britische Sängerin in der Vergangenheit reine Coveralben abgeliefert, so finden sich auf „Horses and High Heels“ auch vier Eigenkompositionen, wobei vor allem der Trennungssong „Why did we have to part“ heraussticht. „Prussian Blue“ geht mit seiner Popattitüde direkt in Ohr. Zu „The Old House“ lieferte der irische Dichter Frank McGuiness den Text. Und "Eternity" ist eine Rockballade zum Schunkeln und Schwelgen. Darin wird auch der Albumtitel verarbeitet. Mit ihrem 23. Album beweist Marianne Faithfull, dass mit ihr immer noch zu rechnen ist.

Alben

Ähnliche Künstler