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Huckleberry Finn

Mark Twain - Huckleberry Finn

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Abenteuer für Jungs und Junggebliebene

"Huckleberry Finn" knüpft dort an, wo "Tom Sawyer" aufhört: Huck, nach dem Abenteuer mit Tom zu Geld gekommen, wohnt bei der Witwe Douglas, die versucht ihn zu "zivilisieren". Das geht natürlich nicht lange gut.

Huckleberry wird von seinem Vater entführt, dem er aber durch die Vortäuschung seiner eigenen Ermordung entkommt. Ab diesem Zeitpunkt beginnen seine Abenteuer auf dem Mississippi, zusammen mit dem entlaufenen Sklaven Jim.

"Huckleberry Finn" hat als Roman eine zwiespältige Geschichte gehabt. Hemingway nannte ihn "das eine Buch, vom dem alle moderne amerikanische Literatur abstammt". "Finn" war sofort ein Bestseller, der größte Erfolg, den Mark Twain je hatte. Alle Authoritäten würdigten das künstlerische Niveau des Buches - aber die meisten verdammten es zugleich als rassistisch, ein Stigma, welches bis heute belastend nachwirkt.

Dazu kann man geteilter Meinung sein. Huckleberry Finn akzeptiert als Mensch seiner Zeit, als Produkt seiner Umgebung, Jims Status als Sklave und ist auch nicht ganz frei davon, ihn als untergeordnet zu behandeln. Gleichzeitig weiß etwas in ihm, was Recht und was Unrecht ist. Jim ist sein Freund und sein Retter und im Endeffekt wiegen diese Gefühle schwerer, als die damals vorherrschende Konvention. Dieser innere Konflikt erhebt "Huckleberry Finn" weit über reine Abenteuerliteratur.

Der Schauspieler Ken Duken gewann in diesem Jahr den Grimme Preis für seine Rolle in dem Film "Kiss & Run". Huckleberry Finn ist seine erste Hörbuchproduktion. In einem gelungenen Balanceakt schafft er es hier, dem Klassiker eine moderne Diktion zu geben, ohne das historische Flair zu zerstören.

4 CDs, ca. 313 Minuten

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