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The Blue God

Martina Topley-Bird - The Blue God

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Retro-Pop statt Trip-Hop

Passend zum angekündigten Comeback von Tricky hat dieser Tage auch seine ehemalige Muse Martina Topley-Bird ein neues Album veröffentlicht. Vom Trip-Hop aus den Zeiten von "Maxinquaye" ist darauf nichts geblieben. Was nicht unwesentlich am Produzenten von "The Blue God" liegt.

Irgendwie hat es Danger Mouse nämlich zwischen Gnarls Barkley, Beck und seinen zahllosen anderen Jobs geschafft, Martina Topley Birds Songs mit der für ihn typischen 60ties Patina zu verzieren. Er setzt die Handclapps an der richtigen Stelle und baut Martina Topley-Birds nicht besonders durchschlagskräftiger Stimme ein dickes Fundament, auf dem sie glänzen kann ohne in Trip-Hop-Schemata zurückfallen zu müssen.

Schwer zu fassen, was Topley-Bird und ihr Produzent auf "The Blue God" anstellen. Mal geben sie sich eher bluesig, dann wieder soulig. Mit ihrem Retro-Pop tritt Topley-Bird jedenfalls endgültig aus dem Schatten von Tricky.

"The Blue God" könnte man sich auch gut als Soundtrack für einen Tarantino-Film vorstellen: cool, lässig, tief in den Sixties und Seventies verwurzelt und mindestens ebenso schlau, wenn es darum geht alten Helden zu huldigen. In Filmen gesprochen: nicht unbedingt Pulp Fiction, eher Jackie Brown.

Florian Schneider / Tonspion.de

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Anything

Martina Topley-Bird - Anything

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
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herausragend
Ein Muss für Verliebte
Einige Jahre ist es schon her, da verkündete Tricky plötzlich seinen Ausstieg aus Massive Attack, nahm mit Maxinquaye ein Soloalbum auf und wurde umjubelt. Auch dank einer damals blutjungen Entdeckung am Mikrophon: Martina Topley-Bird.

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