Beams

Matthew Dear - Beams

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Mit sich selbst ringen

Matthew Dear hat die „Black City“ verlassen und lässt die „Beams“ seines dritten Albums strahlen. Im Gegensatz zum düsteren und sperrigen Vorgänger gibt sich Dear geradezu gelöst. Aber Vorsicht, der Teufel steckt im Detail, und in Dear auch weniger freundliche Zeitgenossen, wie seine Techno-Outfits Audion und False.

Die Konturen von Matthew Dears Gesicht auf dem Cover von „Beams“ verschwimmen. In der Tat lässt sich nur schwer beschreiben, wer Matthew Dear ist. Seine Alben alas Matthew Dear dürften für ihn die wichtigsten seiner vielen Releases sein, den größten Erfolg hatte er ausgerechnet mit seinem Alias Audion. Auf dem Höhepunkt der Minimalwelle veröffentlichte er den 13-minütigen Sägezahn „Mouth To Mouth“, mit dem man 2006 jede Party abreißen konnte – von Ibiza bis Castrop-Rauxel. Seine Arbeit als Songwriter und unermüdlicher Forscher in Sachen Electronica, sowie seine Arbeit für die gemeinsam mit Sam Valenti gegründeten Labels Ghostly und Spectral Sound gingen dahinter etwas unter.

Mit „Beams“ lässt er keinen Zweifel mehr daran, wer im Hause Dear das Sagen hat. Mit „Beams“ schafft er es, den düsteren Sound seiner Technotracks in halbschattige Songs zu überführen. Halbschattig, weil Dear mit seinem sinistren Sprechgesang die sonnigen Instrumentals wieder zurück ins Dunkle holt. Es ist der Kampf zwischen dem Musiker und dem Sänger/Texter, der auf „Beams“ bis zum Schluss keinen eindeutigen Sieger findet. Diese Offenheit tut Matthew Dears Sound gut, und macht aus „Beams“ sein bisher bestes, eingängigstes und zugänglichstes Album. Und für Audion und False bleibt vorerst der Platz in der Mottenkiste.

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
Kein Spam, versprochen! Du kannst dich in jedem Newsletter wieder abmelden.
* Pflichtfeld

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz. Folge uns auf Facebook:

▶ Du möchtest einen Beitrag bei Tonspion veröffentlichen? Schicke uns deine Idee!

Ähnliche Künstler

Ähnliche News

James Blake covert Simon & Garfunkel

James Blake covert Simon & Garfunkel

Tribut für einen verstorbenen Freund
James Blake weiß, wie man die Leute bei Laune hält. Bis zum Erscheinen seines neuen Albums dauert es wohl noch etwas - in der Zwischenzeit verwöhnt uns der Brite zum Glück immer wieder mit kleinen musikalischen Appetizern. Nach einer EP und dem Track "Radio Silence" vom gleichnamigen Album, gibt es dieses Mal mit "The Sound of Silence" eine Coverversion von Simon & Garfunkel.
James Blake gewinnt Mercury Prize

James Blake gewinnt Mercury Prize

"Overgrown" schlägt Arctic Monkeys, David Bowie und Jake Bugg
Der Mercury Prize fürs beste britische Album des Jahres geht in diesem Jahr überraschend an James Blake für sein leises Album "Overgrown".
Livestream vom Melt! Festival 2013

Livestream vom Melt! Festival 2013

Übertragungen von James Blake, Kettcar, Austra, Alt-J u.a.
Dieses Wochenende findet das Melt! Festival 2013 bei Dessau statt, am Samstag wird das Festival als Livestream im Netz und TV übertragen.
Electronic Beats Festival Köln: Tickets zu gewinnen

Electronic Beats Festival Köln: Tickets zu gewinnen

James Blake, Dan Deacon u.m. live am 16.5. 2013 erleben
Anfang April hat James Blake mit „Overgrown“ sein zweites Album veröffentlicht. Live stellt er die Songs in Deutschland erstmals beim „Electronic Beats“-Festival in Köln am 16. Mai 2013 vor. Wir verlosen 2x2 Tickets für das Konzert, bei dem neben Blake Dan Deacon, Trust, Reptile Youth und Popnoname zu sehen sind.
Album der Woche: James Blake - Overgrown

Album der Woche: James Blake - Overgrown

Jetzt die Alben der Woche für nur 5 Euro runterladen
Jede Woche stellen wir gemeinsam mit 7digital ein Album vor, das es für günstige fünf Euro zu kaufen gibt. Diese Woche lauschen wir der Schönheit von "Overgrown", dem zweiten Album von James Blake.

Empfehlungen