Album

Max Richter Music from Wolf Works

Max Richter - Three Worlds: music from Woolf Works

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Soundtrack fürs Kopfkino

Der Brite Max Richter komponiert Musik zwischen Ambient, Klassik und Minimal und hat sich für sein neues Album "Three Worlds" vom Werk der Schriftstellerin Virginia Woolf inspirieren lassen. 

Eingefleischte Klassikfreunde werden möglicherweise die Nase rümpfen über das Schaffen des in Deutschland geborenen Briten Max Richter. Seine Kompositionen sind stark beeinflusst von Minimal Music und Elektronik und im Vergleich zu den großen Klassikern harmonisch und rhythmisch vergleichsweise schlicht gehalten.

Doch genau das könnte wiederum für ganz frischen Wind auf dem ehrwürdigen Klassiklabel Deutsche Grammophon sorgen, denn die Musik von Max Richter spricht eine ganz neue Generation an. Menschen, die am Wochenende nicht in Opernhäusern, sondern in Technoclubs unterwegs sind. Sie können zu Richters letztem Mammut-Werk "Sleep" runter kommen. Oder aber auch zu seinem neuen Album in den Tag hinein träumen. 

Das Album besteht aus drei Teilen: von Kammermusik mit Streichquintett und Klavier ("Mrs Dalloway") über Orchester/Elektronik-Collagen ("Orlando") bis zu einem 21-minütigen hypnotischen Abschluss ("The Waves").

Den Abschiedsbrief von Virginia Woolf, die sich vor 75 Jahren das Leben nahm, liest die US-amerikanische Schauspielerin Gillian Anderson (Akte X). Und im Intro ist die große Schrifstellerin selbst zu hören. Das Album wurde vom Filmorchester Babelsberg und Max Richter eingespielt. 

"Three Worlds: music from Woolf Works" ist zwar inspiriert vom Werk Virginia Woolfs, fürs Hören ist dieser Überbau aber unerheblich. Das neue Album von Max Richter ist der perfekte Soundtrack fürs eigene Kopfkino. Man kann komplett darin eintauchen oder es auch nebenbei hören. Richters Musik ist erhaben schön, ohne kitschig zu sein und tiefenentspannt, ohne zu langweilen. Ein Traum!

Alben

Sleep

Max Richter - Sleep

Artist: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Nachtmusik
Die meisten Komponisten wären beleidigt, wenn man sagte, ihre Musik sei zum Einschlafen. Nicht so Max Richter. Sein Album "Sleep" ist genau für diesen Zweck gedacht.

Ähnliche Künstler