Unlimited (1979 - 1983)

Maximum Joy - Unlimited (1979 - 1983)

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
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sehr schön
herausragend
Zeitlose Freude am Postpunk

Die südenglische Stadt Bristol verbindet man gerne mit soulful Drum and Bass der Marke Roni Size oder deepem bis depressivem Trip Hop, wie ihn Portishead oder Massive Attack einmal meisterlich beherrschten.

Massive Attack haben sich Ende der 80er aus dem Bristoler Wild Bunch Soundsystem abgespalten, das seit Anfang der Achtziger ohne Scheuklappen alles von Punk bis Reggae mixte. Gut möglich, dass auch Mitglieder von Maximum Joy, um die es hier ja eigentlich gehen soll, am Wild Bunch Soundsystem beteiligt waren. Denn der Sound der 1983 aufgelösten Band vereinte ebenso unterschiedliche Einflüsse wie Punk, Funk, Jazz und freies Experimentieren. Experiment freilich auf der Basis eines tanzbaren Discogrooves. Das erstaunliche ist, dass die Musik von Maximum Joy heute immer noch bruchlos in ein DJ-Set von James Murphy (DFA) oder Optimo integriert werden könnte. So frisch und zeitlos klingt die englische Variante von Postpunk, inklusive exzessivem Kuhglocken-Geklöppel und einem unüberhörbaren Dub-Einfluss, für den man wohl maßgeblich On-U-Sound-Mastermind und Mischpult-Wizard Adrian Sheerwood verantwortlich machen muss. Wie selbstverständlich spielt hier der Prozess des Mixens und die Möglichkeit zur Nach- und Überarbeitung eine gewichtige Rolle in der Entstehung der Songs. Und ganz nebenbei gibt Sängerin Janine Rainforth auch noch ein prima Rolemodel für die Chicks On Speeds und Out Huds dieser Welt ab.(fs)

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