Snowflake Midnight

Mercury Rev - Snowflake Midnight

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Symphony durchs Kaleidoskop

Psychedelisch rocken sie sich minutenlang durch ihren immer elektronischer klingenden Orbit. Herrlich, was diese Herren auch im fortgeschrittenen Alter da draußen noch alles aufstöbern, zusammensetzen und kreisen lassen!

Gegründet in den späten Achtzigern und irgendwie doch immer im Schatten der Flaming Lips: Mercury Rev. Dabei haben diese New Yorker doch stets eigene innovative Ergebnisse in Sachen Klang- und Raumforschung aufgetischt. Sieht man einmal von Soundtracks, Compilations und Quasi-Best Of-Alben ab, dann ist „Midnight Snowflake“ ihr siebtes Studiolangspielexperiment.

Die Strukturen gehen im Uferlosen auf. Ein ungreifbares und unfassbares Kopfkino wird wie ein Koloss in Gang geschoben, zieht in kleinen wie in großen Kreisen seine Bahnen und erfüllt The Dark Side Of The Moon mit Farbe. Aus jedem vermeintlichen Muster ergibt sich im Handumdrehen ein symphonisches Mosaik. Ambient-Flächen, Arpeggiator-Geflatter und Hall-Gewitter bäumen sich vor dem inneren Auge auf und wirbeln durch die Ohren.

Hat man sich nach dem ersten Durchlauf die Ohren gewaschen, kann man gleich die zweite Reiserunde antreten: „Strange Attractor“, ein weiterer vierzigminütiger, aber komplett wortloser Ausflug in elf Akten. Gegen Angabe seiner Emailadresse kann man dieses zweite Werk auf der Website der Band for free bekommen. Darüber hinaus gibt es auf der unten verlinkten Seite noch einen Fujiya & Miyagi-Remix von "Senses On Fire". Ebenfalls kostenlos, ebenfalls ein echter Trip.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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