Red To Blue

Mick Flannery - Red To Blue

Label: 
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Mit Leib und Seele

Americana-Roots, irischer Folk-Schwermut und große Melodien: mit seinem dritten Album "Red To Blue" landete der irische Songwriter Mick Flannery mal eben auf der Pole Position seiner Heimat-Charts.

Wenn sich zwischen Dublin und Cork die letzten einsamen Seelen aus den Pubs verabschieden und im Morgengrauen den Gang nach Hause antreten, erweist sich Mick Flannery oftmals als begleitender Trostspender, Hoffnungsgeber und Wegweiser. Der raue Kern seiner zumeist gezupften Werke, ist wie geschaffen für den nächtlichen Marsch von der verrauchten Bar bis ins heimische Schlafzimmer. Mike Flannery ist ein Verehrer der alten Schule. Der Ire hält nicht viel von Post-modernen Klängen. Vielmehr huldigt er der Basis, und so klingen die insgesamt zwölf Songs seines aktuellen Albums "Red To Blue" wie eine aufwühlende Gemeinschaftsproduktion der Herren Bob Dylan, Leonard Cohen und Tom Waits.


Mit kantigen akustischen Sounds, die punktuell von einem klassischen Bandgefüge erweitert werden, adelt Mick Flannery die Wurzeln des Singer/Songwritertums. Hier vereint sich Herz und Seele zu einem eckigen, aber stes homogenen Ganzen. Über allem thront dabei des Sängers Stimme, die durch Nikotin, Pints und Herzschmerz in Form gebracht, über einen Wiedererkennungswert verfügt, für den sich manch anderer Barde ohne mit der Wimper zu zucken unters Messer legen würde. Mit einer gehörigen Portion Schwermut und leidenschaftlicher Hingabe stellt Mike Flannery eine musikalische Verbindung zwischen schäumender keltischer See und endlosem Tullamore-Grün her, die jedem Liebhaber archaischer Handmade-Klänge ein Dauergrinsen ins Gesicht zaubern dürften.

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