Album

Das Artwork der Mighty Oaks Single "Horsehead Bay"

Mighty Oaks - Dreamers

Redaktionswertung: 
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herausragend
Harmlose Dreieinigkeit

Mit “Brother” haben Mighty Oaks 2014 dafür gesorgt, dass ausnahmslos jeder via Radio mit seiner täglichen Ration Folk ausgestattet wurde. Ihre neue Platte könnte dieses Jahr ähnliches leisten.

Gäbe es einen Preis in der Kategorie “Sympathischste Band National Pop/Rock”, wären Ian Hooper, Claudio Donzelli und Craig Saunders in den letzten Jahren – und eigentlich auch aktuell noch – konkurrenzlos die Gewinner. 

Zu herzallerliebst ist die Geschichte der drei Weltenbummlern aus Nordamerika, Italien und England, die sich durch ihre Liebe zu handgemachter Musik in Berlin anfreunden, aus einer Laune heraus eine Band gründen und mit dieser dann aus Versehen zu Radio-Stars werden.

Wenn der Frontmann, dann auch noch für seinen Traum des Folk-Bardentums seinen sicheren Lehrerjob hinschmeißt  – in dem er sicherlich auch grandios war –, dann will man ihre Platte einfach kaufen. Scheißegal, was da für Musik drauf ist.

Das Momentum eines Folk-Songs, wie selbst Mumford & Sons ihn gerne mal wieder schreiben würden (die Rede ist natürlich von “Brother”), tut auf dieser Grundlage sein Übrigens. Die Sache ist geritzt.  Also sie war geritzt, denn all das war bereits die Grundlage für den Erfolg des Debütalbums der Mighty Oaks, “Howl”

Nun erscheint mit “Dreamers” allerdings schon der Nachfolger und das Trio kann nicht mehr nur auf romantische Songs setzten, die irgendwann ohne jeglichen Druck am Lagerfeuer entstanden. Stattdessen müssen sie sich professionalisieren. Hits schreiben als Auftragsarbeit. Aus reiner Leidenschaft wird auch ein Job; ein Job, den die drei allerdings hervorragend meistern.

“I think when a band writes a new album, it has the responsibility to create something fresh”. – Claudio Donzelli

“Dreamers” ist von vorne bis hinten größer gedacht als es “Howl” jemals war. Mighty Oaks wissen, was ihre Fans wollen. Weg sind viele der klassischen Folk-Elemente. Banjo und Co wurden ersetzt durch radiofreundliche Akustik-Pop-Pomp-Produktion: Klavier, Streicher, manchmal bisschen mehr Drums, manchmal fast gar keine. Sowas eben. Das ganze packen sie auf die Grundlage von Songs, die immer auch ein bisschen “Brother” sein könnten - zwölf Mal. 

Damit erfinden Mighty Oaks das Rad zwar nicht gerade neu, aber liefern den bisher angenehmsten und freundeskreistauglichsten Soundtrack für lauschige Sommergrillabende 2017. Nicht mehr, aber eben auch auf keinen Fall weniger.

Tourdaten:

  • 12.04.2017         Hamburg - Große Freiheit 
  • 25.04.2017         München - Muffathalle
  • 28.04.2017         Frankfurt - Batschkapp
  • 29.04.2017         Köln - Live Music Hall 
  • 30.04. 2017        Stuttgart - Wizemann 
  • 02.05.2017         Leipzig - Felsenkeller 
  • 03.05.2017         Berlin - Astra
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Alben

Howl

Mighty Oaks - Howl

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Gemeinsam stärker
Mighty Oaks, ein Name der nach endlosen Wäldern klingt. Dabei handelt es sich beim Trio dahinter keineswegs um Waldschrate. Der Folk auf ihrem Debütalbum „Howl“ hat mehr Feuer als sich mit einer Eiche in Brand setzen lässt und flackert ganz besonders schön.

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