Nostalgialator

Mike Ladd - Nostalgialator

Label: 
Redaktionswertung: 
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Hip-Hop-Wahnwitz

Mike Ladd ist ein manischer Workaholic: MC, Producer, Spoken Words-Performer, Schriftsteller, ... Zudem scheint die Liste seiner Kollaborationen endlos. Nach zehn Jahren und beinahe ebenso vielen Album ist Mike Ladd immer noch ein Geheimtipp.

Inzwischen hat Ladd den USA den Rücken gekehrt und sich in Paris angesiedelt. Ein konsequenter Schritt, betrachtet man seine Abrechnung mit HipHop auf dem ursprünglich als Trilogie angelegten Kampf der Infesticons (The Infesticons - "Gun Hill Road", 2000) gegen die Majesticons (The Majesticons - "Beauty Party", 2003). Zwei Platten entstanden dabei, auf denen Ladd als Mastermind agierte, bei der Produktion die Fäden in der Hand hielt und am Mikrophon Charaktere wie Priest & Beans (Anti Pop Consortium), Saul Williams, El-P oder Murs zusammenbrachte, die sich in einen unerbittlichen Kampf zwischen Underground-HipHop und auf Bling-Bling-fixierten Charts-Rap stürzten.

Sein Soloalbum "Nostalgialator", bereits 2004 bei K7 erschienen, wirkt angesichts dieses kühnen Entwurfs wie eine Randnotiz, wird jetzt aber auf El-Ps Label Def Jux wieder veröffentlicht. Selbst mit vier Jahren auf dem Buckel klingt "Trouble Shot" jedenfalls erfrischend verstörend. Kuschelrap war eben noch nie Mike Ladds Sache.

Florian Schneider / Tonspion.de

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