Album

Possible Conclusions To Stories That Never End

Mike Shannon - Possible Conclusions To Stories That Never End

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Ausruhen vom Minimal-Hype

Das Berliner Elektronika-Label Scape ist bekannt als Spielwiese für verschiedenste Musiker, die sich abseits derer gängigen Sounds auf thematisch neuen Pfaden austoben können. Der kanadische Minimal-Held Mike Shannon nutzte dies unlängst für sich.

Kanada ist spätestens seit Akufen, Deadbeat und dem Mutek-Festival ein schillernder Punkt für eine intelligent ausformulierte Funktionalität von House und Techno. Die Szenen von Montreal und Toronto stehen mittlerweile gleich geachtet neben Berlin, London, Detroit oder New York. Mike Shannon ließ sich von dieser Weitgeistigkeit im Umgang mit geradliniger elektronischer Tanzmusik anstecken. Seit zehn Jahren legt er auf sehr eigene – sprich: schnell und elektrifiziert mixend – auf und hat sich auch einen Namen als Minimal Techno-Produzent erarbeiten können. Sein kürzlich erschienenes Scape-Album „Possible Conclusions To Stories That Never End“ wirkt in sich gekehrter. Wie ein stiller Beobachter leben die Tracks von Field Recordings aus Tokio, Valencia oder Montreal. Allerdings behielt Shannon den Überblick und hinterlässt keine ausufernden, zerfransten Sound-Schleifen von urbanem Leben. Harmonische Elektronika-Tracks mit einer gewissen melancholischen Schwere bestimmen das Album. Einige Tracks werden um Vocals erweitert, wodurch der Anonymität einiger Passagen entgegen gewirkt wird. Insgesamt ein angenehm eingängiges und ausgeruhtes Album, dem der Minimal-Geist durchaus anzuhören ist. „Sweet Lips“ küsst als Free-MP3 den einen oder anderen wach. (jw)

Download & Stream: 

Alben

Ähnliche Künstler