Irgendwo nur nicht hier

Miki Mikron - Irgendwo nur nicht hier

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Gestern C64, heute Erwachsensein
Mikron 64 war vor fünf Jahren so etwas wie eine C64-Ikone. Als virtuelle Figur sang sie tieftraurige Liebeslieder und zelebrierte den Weltschmerz. Aus Mikron 64 ist nun ein realer Musiker geworden. Miki Mikron setzt zum großen Sprung an.

Vom Mirco-Videogame-Sound der Anfangsjahre, der zeitweise sogar wie im Falle des Hits „Was ich weiss“ auf Viva rotierte, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Miki Mikron ist echt und erwachsen geworden. Melancholie schwingt aber noch immer in großem Maße mit. Anno 2006 steht eine homogenisierte Mixtur aus Breitwand-Hip Hop, Electro, Drum´n´Bass und Pop im Mittelpunkt. Alles in mittlerem Tempo und hoher Musikalität. Bereits bei den ersten Mikron 64-Veröffentlichungen stach das ausgefeilte Songwriting hervor, das für C64-Produktionen nicht selbstverständlich ist. Miki Mikron ist damit eine eigene Klasse in der Hamburger Posse um das Label Audiolith Records. Dennoch ist sein neue Album „Irgendwo nur nicht hier“ bestens dort aufgehoben. Es zeigt, was nach C64-Weirdness kommen kann, ohne den jugendlich-unverbrauchten Charme zu verlieren. Neben einigen alten Hits im neuen Arrangement auch neues Songs mit ebensolchem Potential. (jw)
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