Album

Animositisomina

Ministry - Animositisomina

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Garantiert nichts für Mimosen

Für die einen ist nur lautes, abgedrehtes Getöse, das einem letztlich mit zerplatztem Trommelfell ins überfüllte Wartezimmer streikender Ohrenärzte treiben wird. Für die anderen ist es eine Krachsymphonie. Ministry sind wieder da.

Das ist keine Musik für Mimosen: „Animositisomina" muss man erstmal fünfmal fehlerfrei kurz hintereinander aufsagen, um überhaupt das Album kaufen zu dürfen. Darauf finden sich dann Songs in altbewährter Ministry-Manier, also schweißtreibendes Gegröle, Adrenalinreißer, dröhnende Energie – und nüchtern und objektiv betrachtet auch: Feines Songwriting, klasse arrangiert, voller Ideenreichtum. Natürlich nichts für schwache Nerven und Kuschelrockabende, sondern für Powertrips in düstere Niederungen. Es sind ja ohnehin Blicke in die Tiefen der Seele des Ministry-Kopfes Al Jorgenson, von dem man lange Zeit nur etwas im Zusammenhang mit Drogenexzessen lesen durfte und auch die Arbeit an dem Album mit dem Zungenbrechertitel dauerte ungewöhnlich lange. Aber der Appetizer daraus, der Titelsong "Animosity", lässt keinen Zweifel daran offen, dass Ministry noch immer eine der innovativsten Bands im Alternative-Metal-Sektor sind. Aufdrehen, anschnallen, ab geht`s. Das Album ist ab dem 13. Februar in Deutschland erhältlich. (os)

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