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Lights And Offerings

Mirrors - Lights And Offerings

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Gepflegte Gefühle

Es mag schon ein wenig abschrecken: eine Band, die wieder einmal die Achtziger referenziert. Doch Mirrors machen das so wunderbar unterkühlt und geradlinig, dass sogar die Talking Heads für einen kurzen Moment anerkennend schweigen würden.

Auf ihrer Debüt-EP "Broken By Silence" spielt die vierköpfige Band aus Brighton mit so ziemlich jedem Klischee, das vor rund 25 Jahren die Popmusik dominierte: breite Synthie-Flächen, sparsame Arrangements und eingängige Refrains. 

Soweit, so nicht besonders. Wenn da nicht die Kompromisslosigkeit wäre, die dem Sound von Mirrors zugrunde liegt. Mit einer Beharrlichkeit, die an Ignoranz grenzt, spielen sie sich durch ihre düster anmutenden Tracks.

Dabei sind ihre Texte und Kompositionen immer von einem Hauch Melancholie durchzogen. Auch den Hang zur pathetischen Romantik haben die Mirrors genauso wie die Hurts aus den Achtzigern direkt in die Gegenwart transferiert und gepflegt in ihre Stücke gebettet.

Wer zu viel Respekt vor dem Gesamtwerk von OMD hat, der sollte sich Mirrors konzentrieren: so klingt es, wenn einer vergangenen Dekade der Spiegel vorgehalten wird, sie sich plötzlich selbst reflektiert und von der eigenen Eitelkeit geblendet wird.

Das Debütalbum von Mirrors wird am 18. März 2011 erscheinen. Hier gibt's - wie schon bei den Hurts - eine Single vorab kostenlos im Netz.

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