Collision Time

Miss Kenichi - Collision Time

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Melancholie und Sonnenschein

Katrin Hahner, Schauspielerin, Malerin und Wahlberlinerin, veröffentlicht nun als Miss Kenichi ihr Debütalbum „Collision Time“. Ein Singer/Songwriter-Album, das herbstlich anmutet, aber die Sonne in sich trägt.

Dem Indie-Urgestein Monochrome hat sie mit ihrer einzigartigen Stimme und ihrem Songwriterverstand bei der Arbeit an deren aktuellem Album „Éclat“ unter die Arme gegriffen. Aber dies währte bekanntlich nicht lange. Die ausgebildete Schauspielerin und musikalische Leidenschaftstäterin zog es von Stuttgart nach Berlin, um hier zu Musizieren, zu Schauspielern und das Gemalte hier und da auszustellen. Miss Kenichi geht auf Kollisionskurs mit den Biedermännern und Langweilern und zückt ihre Waffen: Melancholie, Herzblut und hoffnungsvolle Leidenschaft. „Collision Time“ klingt nach texanischem Homerecording mit süddeutschem Akzent. Eine hauchzarte Stimme, eine umgarnende Gitarre, hier mal ein Piano, dort mal eine Melodica und nahezu niemals ein Beat. Mehr bedarf es nicht, um charmant zu überzeugen. Vielleicht ist Miss Kenichi die bessere Hälfte von Lou Barlow. Vielleicht ist sie auch die frühe, auf Downern schlummernde Tori Amos an der Gitarre. Vielleicht ist sie auch einfach nur ein herbstlicher Sonnenschein. Sicher ist aber, dass sie insbesondere live sehr zu faszinieren weiß! (bb)

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