Mogwai

Mogwai (Credit: Steve Gullick / Sub Pop)

Atmosphärisch, dunkel und verkopft - so lässt sich der Sound von Mogwai wohl am ehesten beschreiben. Nach eingängigen Melodien und auffälligen Vocals sucht man vergeblich, wer sich aber auf den Stil der Schotten einlässt, erlebt ungewöhnliche aber beeindruckende Klangwelten, die sich nur schwer in Worte fassen lassen.

​In Schubladen stecken lässt sich die Band ohnehin nicht gerne: Ex-Gitarrist John Cummings bezeichnete den Sound seiner Kollegen einst als "New Wave of New Wave of New Wave-Punk".

2017 erscheint mit "Every Country's Sun" bereits das neunte Studioalbum der Band. Bei der zugehörigen Tour stehen auch fünf Deutschland-Termine auf dem Zettel. 

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Album

Mogwai - Every Country's Sun (Artwork)

Mogwai - Every Country's Sun

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Mogwai besinnen sich nach 20 Jahren zurück auf die eigenen Anfänge und gehen trotzdem neue Wege. Im Oktober gibt es das neue Album auch in Deutschland live zu hören. 

Video: Mogwai - Every Country's Sun Trailer

Acht Studioalben, 13 EPs, zwei Remix-Alben, zwei Live-Alben, dazu verschiedene Film- und Seriensoundtracks. Was macht eine Band mit 20 Jahren Erfahrung und einer solchen Diskografie? Mogwai haben die Antwort gefunden: Man besinnt sich zurück auf die eingenen Wurzeln. Erstmals seit dem Album "Come On Die Young" aus dem Jahr 1999 haben sich die Schotten erneut mit Produzent Dave Fridmann zusammengetan um die Erfolge der Vergangenheit zu wiederholen.

Das Produkt der Zusammenarbeit trägt dieses Mal den Namen "Every Country's Sun" und offenbart bereits mit dem Opener "Coolverine", dass Hörer den klassischen Mogwai-Sound geliefert bekommen: Ein instrumnetaler Opus mit den gewohnten Synthie-Flächen und einem energetischen Bruch zum Ende des Tracks. Das Problem: Track 2 zieht diesen Absatz nahezu ins lächerliche. "Party in the Dark" gehört zu den untypischsten Tracks die man jemals von Mogwai hören durfte. Nahezu durchgängige Vocals und ein Sound, den man in Ansätzen auch bei New Order oder Flaming Lips hätte finden können.

Video: Mogwai - Party in the Dark

Der Rest des Albums lässt sich jedoch klar und deutlich dem klassischen Mogwai-Sound zuordnen. Energetische Ruhe und brechende Gitarren wechseln sich ab, die Songs bewegen sich zwischen Hymnen- und Zerstörungscharakter. Stellvertretend für dieses Wechselspiel steht unter anderem "Don't Believe the Fife". Das atmosphärische Intro zieht sich über vier Minuten, bevor anschließend zwei Minuten pure Energie folgen. 

Mogwais wahres Talent zeigt sich jedoch in den letzten drei Tracks. "Battered At A Scramble" und "Old Poisons" verzichten auf die ruhigen Momente der vorherigen Tracks und ebnen durch ihre Aggression und Kratzigkeit den Weg für den Titeltrack "Every Country's Sun". Dieser Song kann stellvertretend für das gesamte musikalische Schaffen der Band betrachtet werden. Gänzlich ohne Vocals wird hier eine Emotionalität erzeugt, die jeden Hörer für einen Moment nachdenklich zurücklassen dürfte.

Video: Mogwai - Coolverine

Mogwai tun auf "Every Country's Sun" das, was sie am besten können. Sie sorgen mit ihrerm ganz persönlichen Sound für emotionale, eindringliche und fesselnde Momente. Die Rückbesinnung auf die eignen Wurzeln ist mit diesem Album durchaus gelungen, jedoch zeigt besonders die Qualität der letzten Tracks, dass andere Songs des Albums schnell in Vergessenheit geraten. "Crossing the Road Material", "20 Size" oder "Brain Sweeties" sind allesamt grundsolide Songs, lassen aber die emotionale Stärke der Hits vermissen. "Every Country's Sun" liefert einige der stärksten Instrumental-Momente des Jahres, leidet aber stellenweise unter der hohen Qualität seiner eigenen Hits.

Tracklist:

01 Coolverine
02 Party In The Dark
03 Brain Sweeties
04 Crossing The Road Material
05 aka 47 
06 20 Size 
07 1000 Foot Face 
08 Don’t Believe The Fife 
09 Battered At The Scramble 
10 Old Poisons 
11 Every Country’s Sun

Ab Oktober 2017 haben Fans die Möglichkeit das neue Material erstmals live zu erleben. Im Zuge ihrer Welttournee statten Mogwai nämlich auch der deutschen Fangemeinde insgesamt fünf Besuche ab.

Tonspion präsentiert: Mogwai live in Deutschland

14.10.17 Berlin - Columbiahalle

16.10.17 Hamburg - Docks

17.10.17 Köln - E-Werk

02.11.17 Leipzig - Täubchenthal

03.11.17 München - Backstage

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Alben

Central Belters

Mogwai - Central Belters

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Happy Birthday, Mogwai!
20 Jahre haben die Schotten mittlerweile auf dem Kerbholz. In denen entstanden acht Studio-Alben und diverse Soundtracks zu Serien und (Doku-)Filmen. Genug Zeit und Stoff also, um das musikalische Schaffen Mogwais auf eine Platte zu pressen. Oder besser gleich auf mehrere, in Form einer ganzen Box. Da heißt es dann auch: happy Birthday, Fans!
Rave Tapes

Mogwai - Rave Tapes

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Rave für Melancholiker
„Come On Die Young“ - Was Mogwai 1999 auf ihrem zweiten Album für sich einforderten, ist zum Glück nicht in Erfüllung gegangen. Die Musikwelt wäre sonst mindestens um ihre „Rave Tapes“ ärmer. Ihr achtes Album verschiebt den Fokus weiter in Richtung cineastischer Schwermut-Rock.
A Wrenched Virile Lore

Mogwai - A Wrenched Virile Lore

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Neuer Anstrich
Nach dem letztjährigen Über-Output „Hardcore Will Never Die, But You Will“, erfreut sich die  Mogwai-Diskografie Ende November 2012 über einen weiteren Neuzugang. Doch statt sich selber ins Studio zu begeben, haben die schottischen Postrocker diesmal externe Kräfte schalten und walten lassen. „A Wrenched Virile Lore“, so der Titel des Albums, rückt das aktuelle Studiowerk mit Remix-Versionen aller darauf enthaltenen Songs nochmals verstärkt in den Fokus.
Hardcore Will Never Die But You Will

Mogwai - Hardcore Will Never Die But You Will

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Fatale Schotten
Zurück zu den Anfängen? Mogwai haben sich für ihr siebtes Album „Hardcore Will Never Die But You Will“ wieder mit Paul Savage zusammengetan. Er produzierte schon Mogwais Debüt „Mogwai Young Team“. Mit „Rano Pano“ gibt es einen ersten Song aus dem neuen Album als Free-Download.
Special Moves

Mogwai - Special Moves

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Behäbige Berserker
Gegeizt haben die Schotten hier nicht: Ein dickes Paket mit Unmengen von Livematerial wird in verschiedenen Ausführungen und Boxen für gutes Geld feilgeboten. Für einen alten Livekracher haben sie aber noch einmal die Spendierhosen angezogen.

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