Sender

Mon)tag - Sender

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Pop feat. Lärm und Hochgefühl

Ganz nach eigenem Kopf veröffentlichen die gesundgeschrumpften Mon)tag ihr zweites Album. Auf "Sender" verpasst die Band ihren anschmiegsam-zuckrigen Deutschpopvariationen ansehnliche Ecken und willkommene Bitternis.

Mit Abhängigkeiten und den vollmundigen Versprechungen anderer hat die Band eigene Schauererfahrungen gemacht. So verließen sich Julian Friedrich, Dominik Pobot und Jan Ostendorf bei ihrem zweiten Album ganz auf sich selbst. Zu dritt schufen sie weitläufige Popsongs mit Hochgefühlsmelodien und just den Lärmverweisen, die ihrem Debüt "Gefallen" das entscheidende bisschen zu sehr fehlten. "Sender" macht vieles richtig, manches sogar gold-. In regelmäßigen Intervallen bricht und ufert es aus, besinnt es sich auf sich selbst, verliert es sich im Echo und findet es sich auf der Zwölf wieder. Verlust und Wirrnis ziehen sich durch Lieder und Texte, allein durch Julian Friedrichs Liebe zum Reim ab und an unschön humpelnd. Doch das ist in den großen Momenten dieses Albums, wenn alles um sich selbst kreist und Gestenreigen und Hand-in-der-Luft außen vor bleiben, schnell vergessen. Und so fragt man zwar den etwas unfertig holpernden Hidden Track nach seiner Existenzberechtigung, nicht aber Feinheiten wie "Tut Leid". (sc)

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