Album

Commit This To Memory

Motion City Soundtrack - Commit This To Memory

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Bezaubernde Rockversuche mit Blink 182-Geschmack

Motion City Soundtrack ersetzen das dosiert raue Rumpeln ihres Debüts durch glasklare Collegepoprockarrangements. "Commit This To Memory" schmiert Honig auf Ecken und Kanten, damit man sich nicht stößt und vielleicht ein bisschen kleben bleibt.

Kleine Begeisterung lösten Motion City Soundtrack vor zwei Jahren aus: Verspielt variierten sie auf "I Am The Movie" bewährte Emo-Popcore-Indierock-Muster. Vor druckvoller Kulisse buhlten Justin Pierres Glöckchenstimme und Jesse Johnsons Kirmeskeyboards um Aufmerksamkeit, die man ihnen nur allzu gern zuteil werden ließ. Neugier war geweckt, die Zukunft durfte kommen. "Commit This To Memory" steckt sein Zielgebiet arg großzügig ab. Besonders persönlich, besonders bezaubernd, besonders rockend will dieses Album sein, mitreißen und doch nicht stören. Diese Unentschlossenheit kann charmant sein, verliert sich jedoch oft im von Mark Hoppus (Blink 182) perfekt geschneiderten Gitarrenpopsoundmäntelchen. Und so kann trotz vieler Perlen (siehe Hörprobe), schöner Momente (siehe Hörprobe) und angenehmer Reibeflächen (siehe Hörprobe) ein wenig Enttäuschung schlecht verborgen werden. Und es schmerzt das Gefühl, dass das mögliche grandiose Album allen Beteiligten irgendwie durch die Finger rutschte. (sc)

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